Druckschrift 
7 (1851)
Entstehung
Seite
255
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zesscn, deren einige schon über ein Jahrhundert dauern, und wahr-scheinlich noch ein paar Jahrhunderte fortdauern werden.

Die Haciendas und Potricos werden oft mit dem darauf be-findlichen Viehstand auf mehrere Jahre verpachtet. Aber von Ver-pachtung der Zucker - und Kaffeepsianzungcn ist mir kein Beispielbekannt; diese werden verkauft.

Der östliche Thcil der Insel Cuba, da wo sich derselbe vomCap Maysi bis Cap Cruz am mcisten dem nordwestlichen Hoch-lande von St. Domingo, beim Cap Four, nähert, von dem csdurch eine gcwaltjame Naturthat abgerissen zu sein scheint, ist derhöhere Theil des ganzen Landes, so viel ich im Vorbeisahrcn bemerkthabe, und wie es auch Humbo ldt angibt. Dort steigt das Hochlandunmittelbar ans dem Abgrund des Meeres, in Bergen von 2000 bis3000 Fuß Höhe , empor. Es ist hier der Anfang einer Cordillera,welche sich vom Cap Maysi durch die ganze Insel bis wenige Meilenvom Cap Antonio ausstrcckt. Sie wird nur einmal, etwas west-lich von Havanna!), durch eine Fläche von 8 bis lO Stunden, vomMeer bis zum Meer, unterbrochen, und damit in eine östliche undwestliche Bergkette gctheilt. Die östliche stuft sich nach Westen zuimmer mehr ab, bis sie sich in leichte Hügel verliert. Die westlicheerhebt sich gleich anfangs, und zwar in der Gegend meiner Pflanzun-gen, zu Bergen, deren höchste Gipfel jedoch nur 1200 bis 1500 Fußüber dem Spiegel des Meeres emporstehcn. Sie nähern sich baldder nördlichen Küste, an welcher sie dann bis ans Ende fortlaufen.

Herr Humboldt spricht von Granitfelsen, die er in der öst-lichen Abthcilung gesehen habe. In der westlichen fand ich davonkeine Spur; nur weiche GebirgSartcn, besonders den Kalkstein.Weder äußere Form der Berge, noch der innere Bau, lassen, soviel ich zu beobachten Anlaß hatte, Nrgebirg vermuthcn: wohl ge-waltige Naturerschüttcrnngen, von denen Alles bunt durch einandergeworfen ward. Es fehlt nicht an einer Menge Schwefelquellen,