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worden sein, welche Haciendas genannt werden. Diese Hacien-das find einfache, oder doppelte, d. h. von 400 bis 800 CordcleSDurchmesser; (jedes Cordel zu 24 VareS, jede Var zu 3 Schuhspan, oder gleich 3177 Zoll franz. Maß). Nun find 324 Geviert-Cordels gleich einer Cavaleria, (Benennung eines großen Land-inaßes von ungefähr 45 Jnchart, jede zu 35,000 Schuh). Die ein-fache Hacienda hat ungefähr 370 Cavalcrien, oder 16,650 Juchart,die doppelte 1140 Cavalericn, oder 66,000 Juchart.
Schon seit langer Zeit muß der König »ach und nach die Ha-ciendas verschenkt haben. Die SchenkungStitel hießen Gracia's.In diesen Titeln behielten sich die spanischen Monarchen anfangsvor, daß keine Hacienda zerstückelt, nur zur Viehzucht benutzt wer-den, und jeder Eigenthümcr derselben, oder Haciendo lo, jähr-lich eine bestimmte Anzahl Schlachtvieh an das königliche Proviant-amt abliefern solle. Späterhin ward auch der Haciendolo verpflich-tet, zur Beförderung vom Anbau des Tabaks, dessen Monopol demKönig gehörte, Pflanzern Land dazu, längs Bächcn und Flüssen,gegen einen sehr mäßige» Jahreszins, zu überlassen.
Noch später aber ward den Hacicndolo'S, da sich die Bevölke-rung mehrte, gestattet, ihre Haciendas in kleine Silios (Baucrn-hösc von einer halben bis zwei Cavalerias Landes) und in Potri-coS (cingchägten, in Wiese verwandelten Walddode» zur Vieh-zucht) abthcilen, veräußern oder verpachten zn können. Sie warenaber zu jährlichen Abgaben dafür an die königliche Schatzkammerverpflichtet. Diese Zerstückelungen wurden bei Einführung derZuckerpflanzungen, und endlich am Ende des 18. Jahrhunderts,als man auch Kaffeepflanzungen begann, noch häufiger.
Die ursprüngliche Ausmessung der Haciendas und die Registraturdarüber war so nachlässig gehalten worden, daß bei später» Vermes-sungen manche Haciendas im Flächenraum arg zusammenschrumpsten,manche ganz verschwanden. Daraus erwuchs eine Menge von Pro-