Druckschrift 
7 (1851)
Entstehung
Seite
251
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nie zu Ende gebracht werde», wie viele andere gemeinnützige Unter-nehmungen der Regierung schon dies Schicksal hatten.

Man hat von der ersten Konstitutionszeit her angefangen,statistische Erfahrungen zu sammeln und hie und da etwas davonin öffentlichen Blättern bekannt werden zu lassen; alles aber äußerstunvollständig und fehlerhaft. Mit Naturkunde beschäftigen stchvielleicht einzelne Liebhaber. Allein wir haben keine eigentlichenPhysiker und Naturforscher. Der botanische Garten in derHavannah ist eine neuere Anstalt und befindet stch einstweilennoch im Zustande der Kindheit. Das Nämliche gilt auch von derunlängst begonnenen Akademie der schönen Künste.

Hätte sich das konstitutionelle Wesen behaupten können, Vieleswürde nun anders sein. Da man aber doch hier überhaupt minderunter dem Machtgebot jener Gewalt lebt, welche Spanien in diealte Finsterniß zurückzudrängen und darin zu erhalten sucht: sodarf man später viel Gutes von der begonnenen Erziehungsver-besserung, vom lebhaften Geist und der Wissbegierde des Volks,von den Reisen der Inselbewohner im Ausland, von ihrem täglichausgebrcitcten Verkehr, erwarten.

Die Stadt Havannah ist ungefähr vom Umfange der StadtBasel, ein unregelmäßiges Fünfeck, wovon drei Seiten am Hafen,und zwei den Kastellen del Moro und Cavannas gegenüberliegen. Gegen die Landseite ist sic mit einer einfachen Befestungs-linie umgürtet. Die Straßen sind ziemlich gerade gezogen, nachden vier Hauptstrichen des Kompasses, einige aber auch, wie dieunserer alten Reichsstädte; zum Theil mit Trottoirs versehen, undbeinah' alle mit Weichen Steinarten entweder regelmäßig, oderhalb macadamisch gepflastert, aber schlecht nivellirt und noch nach-lässiger gereinigt. Folglich sind mehrere unbequem, ungesund durchFeuchtigkeit, Hitze und Ausdünstung, beim Regenwetter, kothig.Ehemals mögen dieselben wohl mit Eichenholz oder andern nnver-