Druckschrift 
7 (1851)
Entstehung
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Das ist nothwcndigc Folge vom Ausbleiben der weiland reichenSubfidien aus Mexiko. Im Justizwesen wird fortwährendnoch der alte Schlendrian geschlendert, und es bedürfte, um gutzu werben, weiter nichts, als eine Verbesserung bis auf die Wurzelhinab. Die Polizei, obschon diese etwas besser gehandhabt wird,als vielleicht vor sieben Jahren, ist bei weitem nicht so wirksam,wie ich sie bei meiner Ankunft in Cuba gesehen, und doch warschon damals nur wenig Rühmliches an ihr zu preisen.

Die Handlung und unser Pflanzenwesen leiden indessen unterde» sinkenden Preisen der Kolonialwaaren außerordentlich. DieUnkosten bleiben die nämlichen für ihre Erzeugung. Die Erschütte-rung in England wirkte auf den hiesigen Handel schwer zurück,und wir Pflanzer zahlen nun 15, statt 5, vom Hundert Abgabevon unserm Kaffee.

Wäre ich »och jünger, würd' ich mich in Nordamerika au-zusicdeln wünschen. Das Klima dort ist freilich, von einem Endedes Freistaates zum andern, höchst unfreundlich und selbst gefähr-lich durch seine außerordentliche Veränderlichkeit. Sitten und Geistdes Volks sind wahrscheinlich weit von der Vorstellung abweichend,die man sich davon in der Entfernung macht. Ich selbst habemehrere Jahre dort zugebracht und wackere, alte Freunde und ehe-malige Kollegen am Oh io ström zurückgclaffen, die unsere Schweizaus denselben politischen Gründen verließen, welche michaus ihr verbannten.

In dem einzigen, sehr umständlichen Brief, welchen mir einerdieser Freunde nach seinem fünfzehnjährigen Aufenthalt in In-diana geschrieben, bezeugt er in jeder andern Hinsicht Zufrieden-heit mit seiner Lage. Das so sehr in den amerikanischen Sittenvon den unsrigcn Abstechende, und besonders die Schlaffheit derBande, welche sonst wohl Freundschaft und Blutsverwandtschaftzu knüpfen Pflegen, zwingen ihm aber doch die Acußerung ab: