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Jeder Familie mit ihren kleinsten Kindern habe ich ein eignes,reinliches Zimmer gegeben, deren drei ein besonderes Gebäudeausmachen. Alle diese Gebäude stehen immer sechSzig Schuh reueinander entfernt. Die Nnverheiratheten bewohnen, jedes Ge-schlecht abgesondert, ein besonderes, geräumiges Gebäude, undwerden des Nachts, zu besserer Erhaltung der Zucht und Ehr-barkeit, unter Schloß und Niegel gehalten. Die Verheirathetenmüssen um halb eilf Uhr Nachts in ihren Zimmern sein, wo sie sicheinschlicßcn mögen, wenn es ihnen gefällt. Diese Leute schlafenin erhöhten, hölzernen Bettgcstellcn, weich und mit guten wollenenDecken versehen.
Die Männer erhalten jährlich an Kleidungsstücken zwei ArbeitS-hcmdcn und zwei Paar Langhosen von guter russischer oder deut-scher Leinwand; dazu noch ein wollenes Hemd; die Weiber zweilange, bis an die Füße reichende Hemden von der nämlichen Lein-wand und ebenfalls ein Wollenhemd. Schuhe und Strümpfe sind,wie in Afrika, außer der Mode. Nur wenn es die Noth erfordert,gibt man ihnen Schuhe. LuruSkleider und Puizsachcn, die ihnenweniger, als den ärmer» Klaffen in Europa mangeln, schaffen siesich entweder selber an, oder erhalten sie als Geschenke, als Be-lohnungen ihres Wohlverhaltens, oder bei Hochzeiten und Taufen.
Tabak und Pfeifen haben alle meine Neger frei. Man kochttäglich zwei Gemüse-Mahlzeiten für sic. Nachtesse» und Frühstückbesorgen sie sich selber Abends in zwei abgesonderten Negerküchen.Alle zwei Tage erhält jede Person ein Viertelpfund Fleisch, oderauch Fisch. Branntwein empfangen sic zur Erquickung nach strengerArbeit, oder so oft sie naß geworden sind und bei großer Kälte.Wundern Sie sich nicht, wenn ich von großer Kälte inner de»Wendekreisen rede. Wie verstehen darunter, wenn Mittags in derSonne das Fahrenheits-Thermometer, obgleich nur für kurze Dauer,auf 82 Grad sinkt (oder 12 bis 13" Neaumnr). Sic sehen daraus.