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daß unsere sogenannten Sklaven weniger darbe», als zahlloseeuropäische Bauernfamilien zwischen dem dortigen Prachtaufwandder Städte. Mit dem, was meine 70 Neger und Mulatten undCreolen wegwerfcn oder vergeuden, könnte man ordentlich »ocheben so viele dürftige Europäer erhalten. Denn Obst, Fruchte,Lebensmittel aller Art, wie sie die Pflanzung hervorbrtngt, ge-nießen sie nach Herzenslust und Belieben des Gaumens. Jederund Jede hat ohnehin einen eigenen kleinen Küchengarten, 4000bis 5000 Geviertschuh groß. Da säet und Pflanzet man sich, wasbchagt, und schaltet mit dem was wächst, nach Willkür.
An Werktagen beginnt die Arbeit der Schwarzen mit der erstenTageshelle, und endet bei Anbruch der Nacht. Zweimal wird siedurch Frückstück und MittagSbrod, jedesmal eine Stunde lang,unterbrochen. Leichtere, alltägliche Nebcngeschäftc, wie Zutragenvon Lebensmitteln, Holz, Wasser, Futter u. s. w. werden, beiguter Witterung, bis um 8 Uhr Abends fortgesetzt. Am Sonn-abend hört, mit Eintritt der Dunkelheit, alle Arbeit ans; es wirdBranntwein auSgetheilt; man zieht die Staatskleider an; man tanzt,singt und trommelt bis gegen Mitternacht. Au Soun- und Feier-tagen wird zwar auch, doch nur bis tt Uhr Morgens gearbeitet.
Meine Schwarzen sind ein fröhliches, sorgenloses Völkchen.Und, Alles wohl erwogen, ihren Ursprung, ihre GeistesfLhigkeiten,ihre gegenwärtige Lage unter meiner Herrschaft halte ich für weitglücklicher, als die ärmere Volksklasse in europäischen Ländern.Ihre Tugenden und Laster sind zwar die von Wilden, und dazu-gesellen sich noch alle die dem vererbten Sklavenstand anklebendenGebrechen und Fehler; dennoch, soll ich es Ihnen gestehen? den-noch will ich lieber mit ihnen zu thun haben, als mit der niedrigenVolksklasse des alten Weltthcils, die freilich freier, aber auch ver-derbter und wüster ist. Für das, was sie sind, oder das, fürwas ich sie halte, lebe ich vergnügt geling unter ihnen, und nur