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schen übrig, als einen biedern, aufgeklärten Freund in unmittel-barer Nachbarschaft, mit dem ich höhere Gedanken wechseln könnte,meinen Geist auszubilden. Er fehlt mir!
Anfangs auf die Gesellschaft meiner Schwarzen allein beschränkt,besaß ich mehrere Jahre hindurch nur zwei Bücher, ein Bänd-chen mathematischer Abhandlungen und Cicero'S Reden, welcheich, wie Sie wohl denken könne», äußerst liebgewonnen. Und zer-fetzt, wie sie nun aussehen, bewahre ich sie jetzt dennoch wie Re-liquien auf. Nein, Sie haben keine Vorstellung davon, wenn manJahre lang für GeistcSnahrung nur auf ein paar Schüsseln beschränktbleibt, wie man da jeden einzelnen Gedanken, ich möchte sagen,jedes Wort des Schriftstellers durstig aussangt, um das eigeneGedankenleben zu fristen, damit es nicht sterbe. Und man gewinntdabei noch lernend viel. Lese» ist nur Anregen der GcisteSthätig-keit; und nur das Sclbstgedachte und das Durchdachte ist das Ge-lernte. Bielleserei ist Viclschwelgerei, welche ungesunde Säfte er-zeugt, geistige Aufgedunscnheit und Mattheit. — Die Engländerhatten mir, schon im Jahr 1803, meine kleine tragbare Bibliothek,nebst Allem, was ich damals von Effekten in dieser Welt besaß,aus Jrrthum auf meiner Flucht von St. Domingo abgenvmmen.
Die politischen Bewegungen in Cuba stören mich am wenig-sten. Ihre freundschaftlichen Besorgnisse von Gefahren für michmüssen mir schmeichelhaft sein, aber bis jetzt hat sie nichts gerecht-fertigt. Ich habe nun vier Staatsverändcrnngen in diesem Landeerlebt, welche aber nicht nur ohne Blutvergießen, sondern auchauf die glimpflichste Art von der Weltäbgelaufcn sind. Wie nochüberall in unser,» Jahrhundert, bilden die Menschenfreunde undeinsichtsvollen Geister auch hier die Minderheit; Adel und Geist-liche, mit dem Pöbel in natürlicher Wahlverwandtschaft stehend,erdrücken durch ihre Masse, was Besseres auskommen möchte.
Unsere Crcolen, welche die Mehrheit der hiesigen spanischen