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Einwohner ausmachen, sind zwar, wie beinahe alle Crcole», einflüchtiges, heftiges, prahlendes und hochmüthiges Völkchen, aberim Grunde weder boshaft noch blutdürstig, ausgenommen die Hefedes Volks, die aber auch aller Orten die nämliche ist. Die aller-größte Zahl ist höchst unwissend, und von Kindsbeincn auf gewohnt,blindlings zu gehorchen und zu verehren, was ihre Väter schonverehrt haben. Eben so allgemein ist es ihnen angeerbt, aus-schließlich mit Vergnügen gemeinster Art die Zeit zu tödten undGeld zu erwerben, ohne sich um etwas Höheres zu bekümmern.Bei den aus dem Mutterlande herüberposannten und hochklingen-den Cortes-Worten von Vaterlandsliebe, Volksrechten, Konsti-tutionen, Heldensinn u. s. w. spitzten freilich einige die Ohren. Weilsie aber im Grund nicht viel aus denselben zu machen wußten,und weil eine neue Ordnung der Dinge, gut oder schlecht, nichtohne wiederkehrcnde Verwirrungen bei einem Volke einzuführcnwar, welches erst noch das Bnchstabircn zu lernen hat: so wurdensie des wenig einträglichen Spieles überdrüssig, und jedesmal baldgeneigt, sich die Wiedereinsetzung alter Legimitäten ganz gleich-müthig gefallen zu lassen. Der Mensch übrigens ist unter der heißen,wie unter der kalten Zone ei» Gewohnheitsthier.
Die hiesigen europäischen Spanier bewegen sich ungefährwie ihre Brüder in Europa, doch vielleicht etwas gelassener, weitschlaffer.
Sie machen aber bei weitem die kleinere Zahl aus; werdenvon den Creolen mit einiger Eifersucht beobachtet und lassen sichauch gern etwas Kränkendes gefallen, wenn man ihnen nur nichtdas Geld-Erwerben erschwert.
2» politischer Hinsicht wird von den Negern wegen der be-trächtlichen VolkSzahl der Weißen nicht eher zu fürchten sein, bissich die Weißen selber entzweien und eine Partei dieselben gegendie andere bewaffnet, wie das ehemals in St. Domingo derZsch. No», vii. 8*