ausfliegen. Diese flatterten über die Schaaren umher, und setzte»sich auf die Schilder und Helme der Krieger. Das gab diese» Muth.Denn da sie mit Verwunderung die.Vögel MinervcnS erblickten,zweifelten sic keinen Augenblick länger am Beistand der Götter.So wenig bedarf'S, ein Volk zu leiten. Sie nahmen die Erschei-nung der Eulen als Vorbedeutung des Glücks; ich befahl Angriff;die Karthager wurde» in blutiger Schlacht geschlagen. Ich ließzwei Schiffe von dreißig Rudern bauen, bemannen und mit derSiegesbotschaft nach Syrakus gehen.
Erreichte ich gleich meinen Zweck in Afrika nicht, Karthagoauf immer zu lähmen: erschütterte ich doch den Muth der gewaltigenStadt. Zweihundert afrikanische Städte eroberte oder zerstörteich. Karthago war nach langem, verderblichem Kamps des Frie-dens froh. Ich kam, mit der Königswürde angethan, nach Sy-rakus heim.
„ Doch, Mikon, ich will dich nicht mit der Geschichte des viel-jährigen Krieges, meiner glücklichen und unglücklichen Abenteuer,meiner Feldzüge in Italien während des bruttischen Krieges er-müden. Aber ich stehe auf einer Höhe, die dir beweist, der Menschkönne, was er wolle, wenn sein Wille unveränderlich derselbe ist;wenn er nichts fürchtet, und den Tod am wenigsten; wenn er, vonVorurtheileu loSgesesselt, ihnen zur rechten Zeit Huldigung bringt;wenn er, ohne Leidenschaften, die Leidenschaften der Menschen vorseinen Wagen zu spannen weiß; wenn er in wohlberechncter Stundetugendhaft oder lasterhaft, wahr oder falsch, treu oder meineidig,gütig oder schrecklich sein kann. Sizilien liegt zu meinen Füßen;Afrika zittert; Griechenland bewundert mich, und die Könige Asienswerben um meine Freundschaft, seit ich in den Gewässern vonCorcyra die ganze Flotte KaffandcrS, des Königs von Mazedonien,schlug und verbrannte.
„Ich spielte mit der Welt, wie ein Golt. Ich zwang Völker