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7 (1851)
Entstehung
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Nach einer Fahrt von sechs Tagen nnd Nächten sahen wir»üt dem Morgenroth vor uns die Küste von Afrika, aber noch hinteruns die ganze karthagische Flotte. Noch wußte auf meinen SchiffenNiemand, wohin ich eigentlich wollte. Viele vermutheten, meineAbsicht sei nach Italien, und ich mache Umwege, um die Feindezu täuschen. Jetzt rief ich und zeigte auf die Küste:Dort, ihrSyraknser, ist unser Ziel und das Ende unserer Fahrt!" DerFeind, in der Hoffnung unsere ganze Seemacht zu erobern, ver-doppelte seine Anstrengung uns zu erreichen. Die Syraknser aberruderten mit Kräften, das Land zu gewinnen, um dem Tod imMeer oder der Sklaverei zu entfliehen. Ein Ruderer schrie demandern zu. So, wetteifernd beide Flotten, kamen wir ans Ufer.Die Karthager, da sie uns geborgen und an Kriegsvolk überlegensahen, kehrten zurück und legten sich in einiger Entfernung vorAnker. Ich aber ließ Alles ausschiffen, die Schiffe ans Gestadeziehen, und das Lager mit einem Wall umgeben.

Damit Verzweiflung bewirke, was Begeisterung nicht vermöge,brachte ich den Göttinnen Ceres und Proserpina ein Opfer; dannward das Heer versammelt. Im Priestcrgcwande und einen Kranzauf dem Haupt, trat ich in den horchenden Kreis.Syraknser!"sprach ich:Das Ceresfest wird mit Fackeln gefeiert, zum Ge-dächlniß, wie Ceres, als sie die geraubte Proserpina in der Unter-welt zu suchen ging, an den Flammen des Aetna ihre Fackeln an-zündete. Syraknser, als wir von den Karthagern verfolgt wurden,that ich den Schutzgöttinnen Siziliens das Gelübde, unsere Schiffenach glücklicher Rettung in brennende Fackeln zu verwandeln. Wirsind gerettet. Dankbarkeit erfordert Erfüllung des Gelübdes. Somögen unsere Schiffe auflodern. Ich verheiße Euch den Besitz einerschöncrn und zahlreicher« Flotte. Denn die Göttinnen haben mirbeim Opfer Sieg und Glück dieses ganzen Feldzugs verkündet!"

So sprach ich. Ein Diener überreichte mir eine Fackel; jeder

Zsch. Nov. VlI. 8