Druckschrift 
7 (1851)
Entstehung
Seite
224
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zu Allein treiben kann, wenn man ihre Schwächen zu fassen ver-steht. Mit dem Gebiß und Zaum bändigt und zähmt man daswildeste Roß; mit Benutzung der gemeinsten Leidenschaften, derherrschenden Boruriheile und abergläubigen Vorstellungen führtman die halsstarrigen Völker, wohin man will, gleich Bestienam Nafenring.

Sobald ich zur Landung in Afrika Alles vorbereitet hattedoch Niemand, außer mir selbst, wußte von dem Vorhaben be-stellte ich meinen Bruder Antander zum Befehlshaber in der Stadt,gab ihm hinreichende Besatzung und wählte den Kern des Kriegs-volks zu dem großen Abenteuer aus. Das Fußvolk ließ ich inaller Stille einschiffcn mit seinen Waffen; die Reiterei desgleichen,doch ohne Pferde, aber mit dem nöthigen Reitzeug. Pferde wollteich mir erst in Afrika erobern. Um in meiner Abwesenheit derTreue von Syrakus gewisser zu sein, nahm ich von jeder FamilieSöhne und Brüder ins Heer auf. Aus Liebe und Furcht für diesekonnten die Zurückblcibenden nichts Gefährliches gegen mich an-zetteln.

Mit sechSzig Frachtschiffen erwartete ich einen bequemen Augen-blick zur Abfahrt. Die Karthager sperrten mit überlegener See-macht die Mündung des Hafens. Es verfloß mancher Tag. End-lich, da einige Lastschiffe in der Ferne auf dem Meer erschienen,die mit Lebensmitteln nach Syrakus segeln wollten, machten sichdie Karthager auf, jene zu sangen. Sobald die Ausfahrt nur eineStunde lang offen war, schiffte ich mit der größten Anstrengungder Ruderer in die weite Sec hinaus. Da die Feinde meine ganzeFlotte erblickten, glaubten sie, ich wollte den Kauffahrteischiffenbcistehen, und rüsteten sich zum Treffen. Ich freute mich ihrerTäuschung, und segelte an ihnen vorbei. Sie setzten mir zu spätnach. Die Lastschiffe, von ihnen befreit, fuhren ungehemmt nachSyrakus.