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der Stadt; bald brachte ich die sizilischen Städte, welche denKarthagern gehörten, oder selbstständig sein wollte», unter meinenBefehl, oder in meinen Bund. Kaum bemerkten die Syrakuscrmein Glück, kaum die Karthager den Schaden, welchen ich ihrenBesitzungen stiftete, als man mit mir unterhandelte. SosistratoS,weil er nicht siegen konnte, mußte aus Furcht vor seinem treulosenVolke die Stadt meiden; ich aber ward hineingcrufen. Die Bürger-schaft führte mich sogleich in den Tempel der Ceres. Da mußteich schwören, nie etwas wider die Majestät des selbstherrlichenVolkes zu unternehmen.
„Ich schwor, die Gleichheit der Rechte aller Bürger zu hand-haben; aber schwor, wie man eine Unmöglichkeit beschwört. EinFreistaat kann nur in Wahrheit bestehen, so lange un.ter allen Bür-gern der Wohlstand nicht allzunngleich ist. In dem Augenblick,da der Neichthum in den Händen weniger Einwohner, und dieMehrheit des Volkes arm ist, trachten jene, zu ihrer Sicherheitgegen den Pöbel, nach Gewalt; und der Pöbel wird zu Allem umGeld feil. Dann schwankt das Ansehen der Gesetze, und die Aus-übung der Macht fällt heut denen zu, die bestechen können; mor-gen denen, die nichts haben und mit mehrern Kehlen lärmen. Sostand es in Syrakus. Die ganze Stadt fand sich in Parteien zer-rissen. Ich schmeichelte allen, hielt zu keiner. Dadurch gewannich das Ansehen des Unparteiischen. Jede Verbindung warb ummich, daß ich sie vergrößere, ihr Werkzeug werde. Ich gab Hoff-nung, dafür zahlte man Vertrauen. Man ernannte mich einmüthigzum Feldherrn der Stadt und zum Beschützer des Friedens.
„Nicht das Geld der Reichen konnte mir nützen, aber die Mengeder Unbegüterten. Ich machte mich zum Manne des großen Hau-fens, dadurch gewann ich die stärkste Partei zu meinem Golde.Nun ward ich von den Neichen gehaßt; aber ich fürchtete sie nicht