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mehr. Sie trachteten mir nach dem Leben. Ich beschloß, miteinem Gewaltstreich die Mächtigen zu zerschmettern.
„Der Aufruhr des Städtchens Erbita ward mir willkommenerBorwand, ein Heer zu versammeln. Ich rief dazu die ärmstenBürger; jeden, der nichts zu verlieren hatte; Leute aus benach-barten Orten, die mit der bisherigen Herrschaft von Syrakus un-zufriedengewesenwaren; Menschen, die mit dem bisherigen Nathder Sechshundert unzufrieden, oder als geplagte Schuldner derVornehmen lebten, und sich unter jeder Bedingung gern vom Be-zahlen der Schulden frei gemacht hätten.
„Als zur Ausführung meines Entwurfes Alles bereit war, zögerteich keine Stunde länger. Bei Timoleons Grabmal befahl ich, Ver-sammlung meines Kriegsvolks mit Tagesanbruch zu halten. BeiTimoleons Grabmal! O wie glühte ich sonst im Entzücken beimNamen dieses Freiheitshelden! Ich war Schwärmer gewesen, wieer, für ein Bild, das sich nie verwirklichen läßt. Timoleon hatteden Dionys gestürzt, und doch nur andern Tyrannen zur NachfolgeBahn gebrochen. Ich war meinen Jrrthümern eine Genugthuung,meinen vieljährigen Mühen und Leiden ein VersöhnungSopfcr schul-dig. Darum, über Timoleons Asche, und nirgends anders, sollteder Grund zu meiner Alleinherrschaft in Sizilien gelegt werden.
„Das Heer stand in der Morgendämmerung versammelt. Auchdie Oberhäupter von der Partei des hohen RatheS, DekleS undPisarchos, hatte ich eingeladen, als hätte ich mit ihnen Abredenzu nehmen. Sie kamen, begleitet von vierzig ihrer wohlbewaffnetenAnhänger. Desto besser! Ihre Begleitung gab mir Stoff zurKlage. Und ich klagte sie an, daß sie mir nach dem Leben trach-tete». Meine Krieger geriethen in Wuth. Ich besänftigte sie. MeineKlage scholl lauter. Ich richtete sie gegen den hohen Rath derSechshundert, der mich Haffe, weil ich das Volk gegen ihre Ge-waltthaten schütze; mich Haffe, weil in ihre» Augen Liebe des Volks