hatte ich verschwendet, viele Wunde» dafür getragen. Ich genasvon meinem Rausche.
„In zerrissenen Kleider», auSgestoßen und verlassen lag ich,einem Bettler gleich, am Fuße des Aetna und überdachte meinSchicksal und die Schande von Syrakus. War ich nicht der Thor,der sich In die Schöne seines Traumes verliebt hatte? Wofürhatte ich gelebt und gerungen und geduldet? — Zu meinen Füßenkroch ein Käfer am Felsen. Ein kleiner Vogel hüpfte vom Zweignieder und verzehrte den Käfer. Indem er fröhlich zwitscherte,schoß ein Raubvogel aus der Höhe herab und zerriß Hu meinenFüßen den Mörder des Käsers.
„Das ist's, was die Natur will! rief ich: kein Gleichgewichtsondern ein Kämpfen der Kräfte; die stärkste soll herrschen!
„Ich sprang auf. Ach, die Entsagung meiner jugendlichenHoffnungen kostete mir einen schweren inner» Streit. Doch be-schlossen war'S, mich nicht länger selbst zu täuschen. Ich verachtetedas Menschengeschlecht, welches nicht reif ist zur Höhe seinerWürde. Es will gemeistert, es will erzogen sein; cs ist keinerFreiheit und keiner Ehrfurcht für diesen großen Gedanken fähig.So seid denn Knechte, wenn ihr Knechtschaft wollet; ich aber kannnicht euer Mitsklav, ich will frei sein. Und nur wer herrscht, istder Freie bei euch. So will ich Schlachtordnung und Zweck än-dern. AgathokleS soll euer Herr werden, weil ihr ihn nicht zumMitbürger verlangt. Das Spiel, welches mir so viel Schmerzenmachte, soll anfangen, mich zu belustigen. Versuchen wir'S, wervon uns der Stärkste ist, ob AgathokleS oder das vielköpfige Sy-rakus mit seinem SofistratoS?
„ So dachte ich. Nun sammelte ich alle Vertriebenen von Sy-rakus, alte, die vor SofistratoS fiohen, im Innern von Sizilienum mich, und machte Syrakusern wie Karthagern den Krieg. DaSGlück trat zu mir. Balv war mein Heer gewaltiger, als das Heer