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daß ich cs retten, sondern den Anfang zu seiner Unterjochung machenwollte. Ich ward verlacht, beschimpft, ausgestoßen, vertrieben, ge-ächtet; jeder so, der geredet hatte, wie ich. Mit Noth rettetenwir unser Lebe» in die bruttischen Berge.
„Nach wenigen Wochen ward SosistratoS der Alleingewaltigevon Syrakus; und der Pöbel, der mich verfolgt hatte, weil er ge-fürchtet, ich strebe nach Tyrannei, kroch nun demuthsvoll zu denFüßen seines Herrn, vergötterte ihn, und fluchte mir, daß ich eseinst gewagt, gegen die Plane des SosistratoS zu reden.
„Mikon, damals weinte ich Thränen der Wuth, und ich verach-tete ein Geschlecht, welches keines andern Looses fähig sein wollte.Dennoch siegte der Glaube wieder an das Bessere im menschlichenHerzen ob. Ich nannte, was in SyraknS geschah, nur Verwirrung,Furcht der Ueberraschung, des Schreckens. Zch beschloß, der Ti-moleon meines Vaterlandes zu werden, in welchem SosistratoS sei-nen Herrscherstuhl schlau genug damit befestigte, daß er aus sechs-hundert der reichsten Bürger einen selbstherrlichen gewaltigen, hohenRath bildete, erblich in Ehren, Aemtern, Würden und Macht.
„Aus Armuth trat ich eine Zeit lang in Tarent, als Söldner,in Dienst. Bald darauf zog ich alle LandeSverwiesene aus Italienan mich; daraus machte ich eine verzweifelte Kriegsschaar. WoSoststrotos Krieg führte, stand ich mit meinen Tapfer» an derSpitze seiner Feinde. Mit seinem Glück im Felde aber wankteauch die Anhänglichkeit des Volks. Er ward geschlagen. Da ließihn das Heer im Stich; da verriethen ihn seine Freunde; da trie-ben die Syrakuser seine sechshundert Geschöpfe aus der Stadt, unddie Freiheit ward wieder anSgcrufcn. Auch ich, sammt allen vonSosistratoS Verbannten, kam wieder ins Vaterland zurück.
„ Ich kam mit Entzücken. Denn noch erquickte mich, zu glauben,edler Geist der Freiheit, unzerstörbares Gefühl des Rechts habesein Volk begeistert. Ach, ich bemerkte meine Täuschung nur zu