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7 (1851)
Entstehung
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Wie DamaS starb, und seine junge Gemahlin, die einzigeErbin seines Ungeheuern NeichthumS, mich liebte, vermählte ichmich mit ihr. Ich ward einer der reichsten Männer von Syrakus,den ersten Geschlechtern der Stadt verwandt. Es waren mir diegroßen Mittel willkommen für mein großes Ziel. Denn ich hattenicht wider die Dürftigen zu kämpfen, sondern Wider die Mächtigen,daß sie nicht die Freiheit verschlängen.

Keiner war für Syrakus gefährlicher, als der OberfeldherrSosistratoS. Dieser Mann, der nur Gewalt und Herrschaft fürEhre hielt, war in sich selbst der ehrloseste Mensch. In Kriegenhatte er sich auf die abscheulichste Art Geldsummen zusammengestoh-len. Grundsätze besaß er nicht. Zhm waren Schuld und Unschuldgleichgültig. Nur wollte er gewinnen, er überall voranstchen, erüberall gelten. Wegen seines Stolzes prunkte er mit Demuth; we-gen seines unersättlichen Eigennutzes war der Name Vaterland im-mer das dritte Wort seiner Reden; weil er keinen Gott glaubte,opferte er in allen Tempeln.

Ich diente unter seinem Befehl gegen die Stadt Krotona. DieFurchtbarkeit dieses Mannes verbarg sich mir nicht. Ich warntemeine Freunde. Zch sprach: dieser SosistratoS wird einen neuenTimoleon »öthigmachen. EraberbewieSfichmirallezeithold; freund-licher denn Andern. Zmmer, wenn er mich sprach, war er ein güti-ger Lächler, ein ewiger Händedrückcr; immer wußte er mir etwasVerbindliches zu sagen. Er suchte meine Schwächen, um mich durchsie zu unterjochen. Aber Ehre, Freiheit, Vaterland das lag inmeiner Brust; kein anderes Gefühl. Meine jugendliche Schwärmereifür das Heiligste, mein Streben, den großen Vorbildern des griechi-schen AlterthumS ähnlich zu werden, vereitelte seine Kunst.

Zuletzt ich weiß nicht, was ihm so unkluges Vertrauen ein-siößte? ließ er mich Heller in seine Entwürfe sehen. Er wolltemich zn seinem Gehülfen wählen; dabei nannte er nie sich, sondern