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7 (1851)
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Langsam nnd schweigend ritten sie zur Stadt, durch die volk-reichen Straßen; Mikon nachdenkend nnd bekümmert, daß Karkinosauf ihn vergebens warten müsse.

Als sie zu der Burg des Agathokles gelangten, traten die Leib-wache» des Fürsten, die in den Vorhöfen standen, in langen,glänzenden Reihen ans einander. Ein schmetternder Trompeten-ruf begrüßte die Ankommenden. Prächtig gekleidete Diener hobenden Greis vom Maulthicre und unterstützten ihn sorgsam, als erdie breiten Marmorsticgcn hinauf ging, welche links nnd rechtsvon Jünglingen in kostbarem Waffenschmuck besetzt Ware».

Mikon ward durch einen reich geschmückten Saal geführt, dessenTeppiche, dessen Wände, dessen Geräthe und Verzierungen in ver-schwenderischer Pracht die Herrlichkeit eines großen Fürsten verkün-deten, welcher über die Schätze Syrakusens gebot, die in Griechen-land wie in Afrika zum allgemeinen Sprichwort geworden waren.Ein goldgestickter, purpurner Umhang schwebte von einer Thür zu-rück, da man sich ihr näherte. Mikon trat in ein anderes Zimmer,welches an Schönheit und Kostbarkeit alles Vorige übertraf. Dieersten Näthe, die Feldherren und Großen des Fürsten standen schwei-gend und ehrfurchtsvoll in Doppelreihen z» beiden Seiten eineserhabenen goldenen Thrones; auf dem Throne saß der Fürst vonSyrakus, Agathokles, in aller Majestät seiner königlichen Würde.

Mit ehrfurchtsvollen gesenkte» Blicken, doch ohne Furcht, tratder Bildhauer zum Throne. Wie er aber die Augen aufschlug,erkannte er mit Erstaunen Karkinoö auf dem Throne.

Dieser winkte den Umstehenden. Sie verließen schweigend denSaal. Agathokles stieg vom Thron herab, umarmte den bestürztenBildhauer und sprach:Ich konnte dich glänzender empfangen, alsdu mich: aber, Mikon, nicht so schön, als du mich im Kreise derDcinigen empfingst. Du zeigtest mir deinen ganzen Neichthum;ich wollte auch dir eine» Theil meiner Pracht zeigen. Unsere Wege