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7 (1851)
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zur Kunst zu gefallen. Er schwor, PhaiS müsse mir zum Urbildgesessen haben. PhaiS betheuerte, daß ste nie einen Augenblickmit mir allein gewesen sei. Um so mehr war dem Kallias meineArbeit Werth. Da ich ihn folgendes Tages nach meiner Gewohn-heit bei der Arbeit besuchte, lud er mich ein, sein Lehrling zuwerden, und lobte meine Aphrodite. Wer war seliger als ich!Er nahm mich in sein Haus. Liebe zur Kunst und Leidenschaft fürPhaiS gaben mir bald eine Vollkommenheit, die seine Erwartungenübcrtraf. Er gab mir die Tochter. Ich ward die Stütze seinesAlters, nach seinem Tode Erbe seines Gutes.

Ich zog darauf nach Athen, der Stadt der Weisen, der Schuleder Künstler. Dort wurden meine Kinder in der Kunst gebildet,die mir Ansehen und Reichthum gewährte. Einige meiner Söhneließen sich nachher in Korinth nieder. Ein harmloses, ehrenvollesAlter krönte meine Tage. Der tägliche Umgang mit einigen derweisesten Griechen hob und veredelte mein Gemüth.

Zuletzt vereinte ich meine ganze Familie wieder in Korinth.Der Neichthum, welchen mir Fleiß erworben, Sparsamkeit erhaltenhatte, ward durch Erbschaft so vergrößert, daß ich mit den Meinigcneinen alten Lieblingswunsch zu erfüllen beschloß, nämlich in Si-zilien, dem Lande meiner Geburt, ein unabhängiges Leben aufeigenem Grund und Boden zn führen. Ich bin alt; meine Stun-den sind gezählt, darum befahl ich den Kindern im vergangenenHerbst, »ach Syrakus vorauSzureisen, eine Länderei anzukaufen,wie ich sie wünschte, wo mit dem Nützliche» das Anmuthige ver-eint wäre, und dann mich Nachkommen zu lassen. Sieh' hinab!fast das ganze kleine Thal ist mein Eigcnthum. Die Geschichteist am Ende."

KarkinoS drückte seinem alten Freund die Hand und sprach:Zchbeneide dich fast. Aber deine Erzählung war zu kurz."

Was soll ich dir aus dem einförmigen Leben eines Künstlers,