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durch de» Garten der Tuilerien. Beide unterhielten sich in deut-scher Sprache. Graf Moriz, der Marschatt von Sachsen, standin der Nähe und bemerkte die Damen. Da ste in seiner Mutter-sprache redeten, wollte er die Gelegenheit nicht verlieren, mit soliebenswürdigen Landsmänninnen Bekanntschaft anzuknüpsen. Ertrat zu ihnen und erkannte die Prinzessin von Wolfenbüttcl, wel-cher seine Mutter, die Gräfin von Königsmark, vor mehrere»Jahren zur Flucht ans St. Petersburg geholfen. Vergebens wolltesich die Neberraschte ihm verbergen. Sie war einmal erkannt, undder Marschatt bat um die einzige Gnade, ihre Anwesenheit in Parisdem König zu melden. — Alle Vorstellungen der Prinzessin warendagegen fruchtlos. Sie ergab sich endlich in seine dringenden Bitten;doch unter der Bedingung, daß er das Geheimniß nur drei Monatelang bewahren solle. Er versprach's, und erhielt dafür die Erlaubniß,daß er der Prinzessin von Zeit zu Zeit seine Aufwartung machen dürfte.
Der Chevalier war inzwischen wieder vollkommen gesund ge-worden. Und als der Marschall am Ende des bestimmten Viertel-jahrs die Prinzessin noch einmal besuchen wollte, bevor er demKönig die wichtige Entdeckung machte, war sie mit ihrem Gemahlund ihrer Tochter verschwunden. Doch erfuhr er, daß sie sich nachOstindien eingcschifft, und die Insel Bonrbon zum Wohnort ge-wählt hätten.
Graf Moriz eilte zum König. Dieser, nicht minder durch dieEntdeckung überrascht, ließ auf der Stelle, durch seine» Minister,dem Gouverneur der Insel befehlen, den Chevalier d'Aubant unddessen Gemahlin mit der ausgezeichnetsten Achtung z» behandeln,und ihnen in allen Wünschen vorzueilen. Aber damit noch nichtzufrieden, schrieb der König eigenhändig einen Brief an die Kö-nigin von Ungarn, wiewohl er mit ihr im Kriege war, und un-terrichtete sie von de» außerordentlichen Schicksalen ihrer, längstals todt beweinten, Tante.