Druckschrift 
7 (1851)
Entstehung
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zur nächsten Kapelle, und die verwittwcte Fürstin ward ver-mählt mit dem Geliebten Madame d'Aubant.

Nachschrift.

Und eine Reihe seliger Monde und Jahre blühetc dem hoch-beglückten Paar in Louisiana'S Einsamkeit auf. Die Geburt einerreizenden Tochter erhöhte das Glück der fürstliche» Mutter. Siesäugte ihr Kind selbst, und unterrichtete es, sobald es stammelnlernte, in ihrer Muttersprache, der deutschen.

So hatte das erhabene Weib, indem es stegend über die Vor-nrihcile der Welt, und nur in seine Tugend gehüllt, dahin ging,das harte Schicksal unter eigenen Willen gebeugt. Selbstschöpferinihres Wirkungskreises in unbekannten Regionen, bereitete sich diemuth,naßlichc Erbin des größten Reichs der Welt ihr Elysium inden Hütten harmloser Pflanzer, und fand sie hier unter wildenVölkerschaften ein himmlischeres Loos, als im kaiserlichen Palastvon Petersburg ihr nie zu Theil werden konnte.

So verfloß der schönste und wichtigste Zeitraum ihres LebensD'Aubants Pflanzungen vergrößerten sich mit jedem Jahre. Erherrschte im Ucberfluß.

Zwei Umstände aber trafen späterhin zusammen, durch welchedie Glücklichen veranlaßt wurden, ihren Aufenthalt zu veränderneine Krankheit d'AubantS, welche ohne Berathung mit geschicktenAerzten in ihren Folgen gefährlich zu werden drohte, und die falsche^golddürstige Politik des neuen Gouverneurs zu Neu-Orleans.

Sic verkauften ihre Pflanzungen mit großem Gewinn, und reife-te» beide nach Frankreich zurück. Die Prinzessin glaubte in Europalängst schon vergessen zu sein. Sic kamen nach Paris, d'Aubantübergab sich den Aerzten, und nahcte bald seiner Genesung.

Eines Tages ging Angustine mit ihrer Tochter lustwandelnd