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Glanz der Kerzen durch daS vom leise» Odem der Abendlust er-schütterte Laub.
Was sie in diesem Augenblick an d'AubantS Seite empfand,glaubte sic noch nie empfunden zu habe», und wie sehr sic ihn liebte,schien sie nie so deutlich erkannt zu haben, als in diesen Augen-blicken. Aber diese Augenblicke waren auch die ersten, in welchener, der sonst nie seiner tiefen Ehrfurcht vor der schönen Fürstcn-tochter vergessen hatte, die Schranken der Ehrfurcht brach. Erschwieg, und zitterte, und seine Lippen glüheten auf ihrer Hand.Seine Seele taumelte zwischen Entzücken und Furcht. Seine Ver-wegenheit führte ihn an die Schwellen des Himmels oder der Ver-nichtung, und diese Minuten wurden für ihn entscheidend.
Sie wollte ihre Hand ihm entziehen, und vermochte es nicht.
„D'Aubant! " sagte sie schüchtern Er drückte ihre Hand an seinevon einem Seufzer tiefbewegte Brust. Sie schwieg; sie wollte denSeufzer unterdrücken, welcher dem seinigcn antwortete. Aber erhörte ihn, und die Hoffnung der Gegenliebe in ihm.
Ein Geräusch in der Nähe weckte jählings beide ans ihren Träu-men auf. Erschrocken zog Angustine die Hand zurück, zu langeschon die Beute des jungen Mannes. D'Aubant wich voller Ehr-furcht an die Seite. Der alte Gouverneur, von Lust und Weinbeseelt, stand vor ihnen.
Beide schienen diese Ueberraschung so wenig erwartet, als ge-wünscht zu haben; sie konnten ihn nicht anreden, und sich nicht vonden Gefühlen entstricken, in denen, wie in einem Garne, ihreSeelen seit einer Stunde und vielleicht länger kämpfend und ver-loren lagen.
Der Gouverneur sah sie eine Weile an. „Also hier?" sagteer lachend: „Und so stumm? O, machen Sie beide mich nicht blind;ich habe cS längst bemerkt. Hab' ich nun schon gern oder ungernheute eine Verlobung machen müssen, Herr Chevalier, so muß es