Gouverneurs in Christincnthal hatte auf die bisherigen einförmigenVerhältnisse d'AubantS und der fürstlichen Pflanzerin einen Ein-fluß, den sie selbst nicht erwartet hatten.
Augustinens Heiterkeit verlor sich unvermerkt. Agathe sowohlals d'Nubant, fanden sie öfter, als gewöhnlich, auf dem Grab-hügel Herberts gelehnt und in traurige Betrachtungen verloren.Zwar lächelte sie, sobald ein Freund vor ihr erschien; zwar be-lebte sie noch, wie immer, die Gesellschaften mit ihrem Frohsinn;aber dennoch empfand Jeder, der sie kannte, daß ihr Lächeln undihr Scherz nur gezwungen sei. Niemand konnte in das Geheim-»iß ihres stummen Grames dringen.
Inzwischen dauerten die Zerstreuungen fort. D'Anbant hatteweniger Anlässe und Gelegenheiten, Nugustinc» zu beobachten.Er war von der Sorge um die Unterhaltung seiner Gäste hin-gerissen. Die muntere Adelaide umgaukelte ihn unaufhörlich, undder Gouverneur hatte tausend Dinge mit ihm ins Reine zu brin-gen. Die Gemahlin des Gouverneurs bemerkte mit inncrm Wohl-gefallen, wie sich Adelaide mit jedem Tage vertrauter an Herrnd'Aubant schloß. Sie thcilte ihre kleinen Entdeckungen dem Gou-verneur mit, und dieser hatte, so wie seine Gattin, manchen Grund,mit den Entdeckungen zufrieden zu sein. Denn die kleine flatter-hafte Adelaide hatte ihr Herz schon einem Ingenieur, einem jun-gen, artigen Mann, schenken wollen; das wußten die Aeltcrn,und waren der Schenkung nicht gewogen gewesen. Sic hattenAdelaiden ernstlich die Liebe zum Ingenieur, als einem Mannbürgerlicher Abkunft, untersagt; das wußte Adelaide, und sie warihrerseits dem Verbot nicht gewogen gewesen. — Jetzt schien sichdas Mißvcrständuiß sehr angenehm in einer Verbindung d'Aubantsmit Adelaiden aufzulösen, und in der ganzen Kolonie zweifeltekein Mensch weiter daran.
D'Aubant läugncte freilich herzhaft, so oft die liebenswürdige