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7 (1851)
Entstehung
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Mündliche Ucberlicferungcn.

Die glückliche» Kolonisten lebten lange in beneidenswürdigerAbgeschiedenheit von der übeigen Welt und vergessen von Europa.Ihre Pflanzungen, meist Indigo und Tabak, erreichte» bald denhöchsten Flor. Nichts fehlte ihnen zur hohen Zufriedenheit; undselbst, was ihnen zu mangeln schien, vermehrte mir den Werthihrer Verhältnisse. Täglich sah d'Aubant Augustinen, täglichlernte sie neue Tugenden an ihm achten. Gegenseitiger Umgangin der Einsamkeit ward ihnen zum Bedürfnis;. Augustine liebteden edeln Mann, ohne es zu wissen, ohne es sich zu bekennen;und d'Aubants Leidenschaft für die Liebenswürdigste ihres Geschlechtsbrannte im stillen Lichte unauslöschlich. Selbst die gute Agathe,dem allmäligen Welken nahe, lebte wieder in schöner Jugendfülleaus, und ein französischer Offizier, welcher von New-OrlcanS kam,um die Kolonien zu untersuchen, machte bald in ihr die Erinnerun-gen an den romantischen JaninSky dunkler. Nach einem halbenJahre der neuen Bekanntschaft war aus Agathen eine MadameDeSfontaineS geworden, und Herr DcSfontaincS, von so schö-nen Banden gehalten, legte seine Stelle nieder und ward Pflan-zer in der glücklichen Kolonie.

Der Gouverneur von New-OrlcanS, welcher schon längst ver-sprochen hatte, das so hoch gerühmte Ehristincnthal zu besuchen,erfüllte endlich sein Wort. Er kam, nebst seiner Gemahlin undder reizenden Adelaide, seiner Tochter, und begleitet von einemgroßen Gefolge, in der Mitte Sommers an, um wenigstens einenMonat in der neuen Pflanzung zuzubringen. Ihm zu Ehren wur-den eine Menge kleiner Feste veranstaltet, nnd die harmlose Freudeschien sich aus der übrigen Welt nur in diesen unbekannten Winkelder Erde geflüchtet zu haben. Aber eben dieser Aufenthalt des