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schaudernd in meinen Gedanken unter, die Vergänglichkeit breitetihre dunkeln Flügel durchs Weltall zwischen den Gestirnen hin,und ich falle nieder, berühre den Staub der Erde mit niclncrStirn, und bete Gott a».
Und elend, und thöricht, und des menschlichen Geistes unwertherscheint mir das Treiben und Thun der armen Sterblichen. IhreEitelkeit brüstet sich neben dem welkenden Grashalm; ihrer Kühn-heit Niesengebäude will prahlen neben dem Gewebe der Spinneund des wunderbaren Seidenwurms.
Julie, cs ist nichts ewig, als Gott; es ist nichts unsterblichals sein Werk, das wir auch find; cs ist nichts schön, als die Na-tur; cs ist dem Menschen nichts verwandt, als die Tugend!
Ich habe die Baude des Vorurthcils zerrissen, und mir ist'S,als steh' ich nun, wie eine Vollendete, besser und größer da, zwi-schen Welt und Ewigkeit, zwischen Gott und Menschheit. Icherkenne an dem Fürstenthron keinen Glanz mehr, an der Armuthkeine Schmach. Die Menschen sind nur darum elend, weil sie denMuth nicht haben, glücklich zu sein.
O, Julie! wärst du bei mir in der schönen, klösterliche» WeltLouisiana's; könnt' ich meine Ansichten, meine Hoffnungen, meineSeligkeiten mit dir theilen!
Ich beklage das Vergangene nicht, und nicht das Verlorne.Was mich guäite, ist vergessen; was ich liebte, ruht unverlorenin Gottes Arm. Auf meines treuen Herberts Grabe weint dasmenschliche Auge nur Thräncn der Dankbarkeit; aber seine» Todbeklag' ich nicht.
DÄubant will mir Herbert sein — ich fühl' cs, er wird mir mehr.Ich lieb' in ihm meine Jugcndwclt; ich lieb' in ihm dich, o Julie!Er gibt dem Irdischen, was mich umfängt, den von mir untertausend Leiden verkannten Werth wieder. Ja, cs ist Seligkeit, einMensch zu sein!