Druckschrift 
7 (1851)
Entstehung
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Schoost des Weltmeers gesehen werden. Langsam nnr, und imVerlauf vieler Jahrhunderte, bildete sich die Oberfläche des Erd-balls, wie wir sie jetzt kennen. Aber, was war sie vor unsererGeschichte? Einst, wo jetzt in der Nähe des Nordpols vomewigen Eis die ungeheure Wüste starrt, wandelten dort Thiere,welche heut zu Tage unter den heißesten Zonen wandeln, undThiergeschlechter sind verloren gegangen, von denen wir nnr inverschütteten Höhlen die großen Gerippe entdecken! Julie, eswar eine Vorwelt, von der unsere Geschichte nichts weiß; und wirwandeln auf dem Staub und über den Trümmern von Geschlech-tern, welche diese Erde sahen, früher als selbst Mosis Urkundenhinaufdcutcn. Was da gewesen ist, verweset; die Thaten jenerfernen Geschlechter sind vernichtet und verloren. Sie schmeicheltensich vielleicht mit stolzer Hoffnung der Unsterblichkeit ihres Namens!und siehe, eine Aenderung des Erdballs, in seiner Bahn um dieSonne und Alles lag im Schutt der Vergessenheit versunken.Denn das feste Land, das wir bewohnen, ist neues Land, und dieMeere, die wir beschissen, sind vielleicht nur Gräber vormals be-wohnter Welttheilc.

Und so, wie jene Verlornen der unbekannten Urwelt, könnenauch unsere Völker, unsere Thaten einst durch furchtbare Zerstö-rungen verschwinden bis zur letzten Spur. Dann war kein Alexan-der, kein Cäser, kein Sokrates, kein Homer. Nach Jahrtausendenfindet vielleicht ein neues Geschlecht unsere verkalkten Gebeine undAbdrücke unserer Pflanzen in jungen Schiefergcbirgen, und spricht:Dieser Wcltkörper trug schon einmal Bewohner, ehe unsere Ge-schichte sie kannte!" Aber der Name Griechenlands und NomSist verschwunden; man weiß nicht, war ein Rußland, ein Frank-reich; blühete einst ein schönes gleich, geheißen Deutschland, wel-ches edle Fürsten und Weise erzeugte?

So, Julie, sink' ich beim Betrachten der unendlichen Natur