Druckschrift 
7 (1851)
Entstehung
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Ich führte Augustineu durch mein Haus, und zeigte ihr meineEinrichtungen.

Als wir in das Kabinet traten, wo meine Büchcrsaminlung,meine Zeitungen und Karten sind Agathe hatte uns eben ver-lassen warf sie einen flüchtigen Blick auf Alles, wandte sichdann zu mir und reichte mir ihre Hand. Ich wagte es, dieseHand mit Inbrunst und Ehrfurcht zu küsse». Augustine schwieg;ihre schönen Augen schwammen unter Thräncn und ein zartes Rothflog über ihre Wangen.

Ich bin eine Waise," sagte sie endlich,der Tod meines theucrnVaters ließ mich einsam und schirmlos in einem fremden Welt-theil. Aber Gott hat mich nicht ganz verlassen. Er führte michzu Ihnen, lieber d'Aubant. Sie sind ein edler Man». Was Sieschon für uns gethan haben, können wir Ihnen nicht mehr ver-gelten. Aber, d'Anbant, der ewige Vergelter lebt! BleibenSie uns, was Sie waren: unser Schutzengel, unser Vater."

Lange war ich keiner Antwort fähig. Ich gedachte ihres er-habenen Standes, ihrer fürstlichen Wiege, und des Glanzes, dersie einst umgab und dann, wie die schöne Schwester einer euro-päischen Kaiserin, die Verwandtin der mächtigsten Monarchen, sie,die vom Himmel bestimmt gewesen zu sein schien, vom Thron herab,großer Nationen Wohl und Weh zu entscheiden, neben mir standin den Einöden einer neuen Welt, voller Demuth und Verzich-tung, und mit einer Thräne um den Schutz eines Mannes flehte,der einst kaum wagen durfte in die goldenen Vorsälc ihres Pala-stes den Fuß zu setzen.

Nein," rief ich,ich beschwöre Sie, nicht mehr diese Sprache!Sie sind meine Gebieterin. Ich habe keinen Willen; ich bin IhrNnterthan. Diese Güter, diese Heerde», diese Hütte Alles,was ich einst mein nannte, ist nicht mehr mein, es ist Ihr Eigen-