Druckschrift 
7 (1851)
Entstehung
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Sklavinnen sind ihre Gesellschafterinnen und ihre Bediente. Dermir einst so verhaßte, räthselhafte Paul besorgt die Geschäfte desHauses und des Feldes. Er besucht mich täglich, und täglich Hab'ich Nachrichten durch ihn vom Befinde» seiner Gebieterinnen.

Was mangelt mir zn meinem höchsten Glück? Fern vom Ge-räusch der Welt, fern von ihren Thorhciten und Leidenschaften,lebe ich in meinem selbstgeschaffenen Paradiese. Gleich fern vomvergiftenden Lurus und von der entnervenden Sorge der Armuth,bewohne ich meine eigene, schöne Hütte, umrankt von jungen Re-ben, und übersehe meine kleinen Heerdcn mit Zufriedenheit. DerZauber der Natur, welcher mit ewiger Jugend und immer wech-selnder Pracht dies einsame Eden verklärt, der Umgang mit mei-nen freundlichen Nachbarn, die mich gls ihren Nathgeber und An-führer ehre», meine Bibliothek, aus welcher die Weisen allerNationen und aller Zeitalter zu mir reden und meinen Geist er-heben, tragen Mannigfaltigkeit und Anniuth in mein einfachesLeben. Und nun ist sie erschienen, die Sonne meiner innernWelt! Nicht höher schwindelten meine kühnsten Wünsche; ichstehe aus dem glänzende» Gipfel meiner Lebensbahn.

Die Nachrichten, welche Sie mir, mein Bellisle, von den blu-tigen Auftritten in Petersburg gaben, und die ich im Auszüge auchdem Herrn Holden nach der Kolonie Roland gesandt hatte, warendiesem nicht mehr neu gewesen. Man hatte dort die Zeitungenfrüher, als ich, von Neu-Orleans empfangen.

Als die Fürstin drei Wochen nach dem Tode ihres vorgeblichenBatcrS mein Hans zum erstenmal mit ihrem Besuch beehrte, be-gleitet von Agathen und ihren Sklavinnen, hatte ich ihnen einkleines ländliches Fest bereitet. Ich hatte mehrere von unfernPflanzern zum Gastmahl eingeladcn; und diese, um sich nach ihrerWeise den Tag froher zu machen, hatten wieder mehrere jungeLeute und die Töchter der Kolonie bestellt, und Musik dazu zum Tanz.