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7 (1851)
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nchmern an de» Ausschweifungen des Czarewitz, unter denen sichfünfzig Mönche und Priester befanden, wurden enthauptet.

Dies schreckliche Blutbad ließ glauben, daß nun Alles geendigtsei. Aber neue Entdeckungen bewiesen, daß der Prinz noch nichtdie Wahrheit überall cingestandcn hatte. Der Kaiser versammelteeine» hohen Gerichtshof, zusammengesetzt aus dem Adel und derGeistlichkeit, den vornehmsten Offizieren von der Land- und See-macht, den Gouverneurs der Provinzen und andern Ständen.Der Prozeß gegen den Großfürsten Aleris winde den fünfundzwanzig-sten Juni angehoben. Der Czarewitz, vor seine Richter hingeführt,hörte die Sentenz, und ward in sein Gcfängniß znrückgebracht.

Ten folgenden Tag ging seine Majestät der Kaiser, begleitetvon allen Senatoren und Bischöfen, nebst andern hohen Personenins Schloß, und in das Verhaftzimmcr des Czarewitz. Ein-ewiges Geheimnis; ist'S, was hier geschah. Aber nach einer hal-ben Stunde verließ der Kaiser mit seinem Gefolge des PrinzenGemach wieder. In allen Gesichtern sah man düstere Bestürzung.Man erfuhr nur, daß der Prinz gefährlich krank sei, daß er vonVerzuckungen in Verzuckungen falle. Nachmittags »in fünf Ilhrhieß cs, er sei unter heftigen Krämpfen gestorben.

Auf Befehl des Kaisers wurde der Leichnam seines Sohneseinbalsamirt, und mit Feierlichkeiten in den Todtengewölben bei-gcsctzt, neben dem Sarge der Prinzessin von Wolfcnbüttel, seinerGemahlin.

Was sagen Sie, lieber Chevalier, zu dieser entsetzlichen Ge-schichte? Peter der Große, um seine neue Schöpfung zu retten,verläugnete die Gefühle des väterlichen Herzens. Aleris, dergrausame, zu allein Großen und Guten unfähige Aleris, Lrnteteschon'auf Erden den Sold seiner mannigfachen Verbrechen undLaster, der andern Fürstensöhnen sonst diesseits des Grabes seltenzu Theil zu werden Pflegt.