Druckschrift 
7 (1851)
Entstehung
Seite
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halten, der, so lange die Geschichte der Welt erzählt, keine» Neben-buhler in ihr findet unter all den tausend Fürsten der tausendVölker, die einst waren. Nomulus und Numa, wenn sie eineNäuberhorde znm regelmäßigen Staat bildeten, thaten viel; aberwas ist ihr Werklein neben dem russischen Koloß, umringt vonungleich polizirten Staaten? Karl der Große dürfte vielleichtmit dem Ruhm PeterS in die Schranken treten, wenn gleich ohneHoffnung des Sieges!

Ich kehre zurück nach Frankreich; aber die Erinnerung an das,was ich Großes gesehen, wird mich dahin begleiten, und unterdem Ungeheuern Maßstab, mit welchem ich künftig die Verdiensteunserer Minister, Feldherren und Fürsten messen werde, wird zueiner Erbärmlichkeit zusammenschrumpsen, was ich sonst für be-wundernswertst gehalten. Zum Hofman» wenigstens bin ich ein-mal bis auf den Grund verdorben.

O Bellisle, wie dünkt sich jedes Fürstlein groß, wenn cs vondem Uhrwerk des Staats, welches einmal eingerichtet ist, denStaub abgeblasen hat, daß es nicht stocke! Wie bläht sich ein Ge-neral, und meint, wenn er einige Schlachten gewonnen, es dürfeNiemand ferner mit ihm verglichen werden! Was träumt nichtein Minister oder Rathsherr von seiner Herrlichkeit, wenn er einenGesetzesentwurf gegeben und dessen glückliche Folgen wahrnimmt!Eitelkeit und Dünkel sind die unfehlbaren Zeugen der Geistesklein-heit. Mit stiller Majestät geht der Strom, wo er reichbesrachteteSchiffe führt.

Der Czar hat übrigens das Schicksal aller Sterblichen, welchevon Zeit zu Zeit, wie Erscheinungen aus einer bessern Welt, indie unsrige treten, um sie zu erleuchten, zu veredeln, zu erheben.Wo man ihn verehren sollte, wird er gehaßt. Sein Werk warihm nicht leicht. Er hatte mit Gefahren von tausend Arte» zuringen. Die Pfaffen verfluchen ihn heimlich; die Bauern ver-