Druckschrift 
7 (1851)
Entstehung
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leben. O wie ungeduldig sehn' ich mich nach dem Augenblicke derersten Umarmung! und wie viele hundert Stunden sind es von hier,dem traurigen Norde», bis zu den blühenden Gefilden Frankreichs lSchon seit einem halben Jahre bat ich um Entlassung, Vorwenigen Tagen erst erhielt ich sie, und zwar von Sr, Majestät,dem großen Czar selbst, in den gnädigsten Ausdrücken, Ich wohntedem in den Jahrbüchern der russischen Monarchie unvergeßlichenTage von Aland bei, wo fast die ganze schwedische Flotte erobertward. Das Glück war mir hold. Ich focht auf dem Schiffe undan der Seite des Czar, welcher diesmal unter dem Admiral Ap ra-rin die Vorhut befehligte. Der schwedische Vize-Admiral Eren-schild, uns fast an Stärke gleich, eröffnetc den Angriff, indemer eine Fregatte vorrücken ließ, um unsere Bewegungen und un-sere Macht zu beobachten. Bald ward das Treffen allgemein; balddonnerten aus tausend Schlünden alle Schiffe einander Verwüstungund Tod entgegen. Der Czar, mitten in Dampf, Flamme undVernichtung, war so kalt, ich möchte sagen, heiter, als schwebeer in seinem eigenthümlichen Element, wie der Salamander imFeuer, Eins ums andere, ward er bald Matrose, bald General,bald Steuermann, bald Soldat, Seine Geistesgegenwart, seinHeldcnmuth hätte auch den feigsten Knecht beseelen müssen. ZweiStunden dauerte der höllische Kampf; Trümmer und Leichnametanzten auf den wilden Wogen des Meeres, und das Geschützrauschte unaufhörlich, das ungeheure Elend zu vermehren. Durcheine kühne Wendung gelang cs uns, der feindlichen Flotte denWind abzugewinncn, sie zu trennen, einen Theil derselben zu um-zingeln zwischen den Klippen, und sie erobert in den Hafen vonAbo zu führen.

Der Czar war nach diesem Siege so vergnügt, wie ich ihn niegesehen. Mehrere der vornehmsten Offiziers von den andern Schiffenkamen herbei, ihm Glück zu wünschen,Wer hätte das vor zwanzig