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Die Menge schien diese Töne zu kennen, welche kaiser-liche Edikte traurigen Inhalts zu begleiten pflegten, z. B.Aufstände, Urtheile wegen Verraths und andere de» Bewoh-nern von Constantinopel wichtige Neuigkeiten. Als die Trom-pete schwieg, ließ sich die Stimme des Herolds vor der Ver-sammlung vernehmen.
Er begann in einem strengen und bewegten Ton, wie essich zu Zeiten ereigne, daß das Volk seine Pflicht gegen LenHerrscher, der ihm ein Vater sei, vergesse, und wie dann derFürst gezwungen werde, statt des Oelzweigs der Gnade dieZuchtruthe anznwenden.
„Es ist ein Glück, fuhr der Herold fort, „wenn Gottselbst den Thron, der an Gnade und Gerechtigkeit dem seini-gen gleicht, i» Schutz nimmt, und zugleich das peinliche Ge-schäft seines irdischen Statthalters übernimmt, die Schuldigenzu bestrafen, während er demselben das angenehmere Geschäftüberläßt, denen, die verführt worden sind, zu verzeihen.
„Da dies der Fall ist, so erfahre den» Griechenland unddie abhängigen Provinzen, daß ein Bösemicht, Agelastes ge-nannt, der sich durch den Schein von tiefer Weisheit undstrenger Tugend in die Gunst des Kaisers gesetzt hatte, denPlan gemacht hat, den Kaiser zu ermorden und die Verfassungzu stürzen. Dieser Mensch, der hinter der Maske der Weis-heit die Lehren der Häretiker und die Laster des Lüstlingsverbarg, fand Anhänger selbst unter des Kaisers Hvfhalt undnahen Verwandten und so bis zu den niederen Ständen herab;um das Volk aufzureizcn, ließ er eine Menge falscher Ge-rüchte aussprengen, wie z. B. das von Ursels Tod und Blen-dung, von dessen Falschheit ihr Augenzeugen geworden seid."
DaS Volk, das bis jetzt schweigend zugehört hatte, brachhier in lauten Beifall aus. Kaum war alles wieder ruhig