Druckschrift 
47 : Graf Robert von Paris ; 2 (1846)
Entstehung
Seite
91
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worden war, that der Kaiser den Vorschlag, nach dem Speise-saal zu ziehen. Don dem kaiserlichen Truchseß geführt, undvon allen Anwesenden, den Kaiser und die Glieder der kai-serlichen Familie ausgenommen, begleitet, gingen die fränki-schen Gaste durch ein Labyrinth' von Gemächern, die mitnatürlichen und künstlichen Wunderwerken «»gefüllt waren,um ihnen einen Begriff von dem Reichthum und der Größedessen einzustößen, der so viele Kostbarkeiten zusammenge-bracht hatte. Da sich der Zug nur langsam und unter Pau-sen fortbewegte, so hatte der Kaiser Zeit, seine Kleider zuwechseln, da er nach der Hofregel nicht zweimal in dem näm-lichen Anzug vor denselben Zuschauern erscheinen konnte. Erließ den Agelastes in seine Nähe fordern, und damit ihr«Unterredung geheim bliebe, bediente er sich beim Anziehen derHülfe jener Stummen, die im Inneren des Pallastes dienten.

Alexius ComnenuS war in seinem Inneren bedeutendaufgeregt, obgleich es seine Lage heischte, alle Gemüthsbe-wegungen zu verbergen, und in Gegenwart seiner Untertha-nen eine Leidenschaftslosigkeit zu zeigen, die ihm sehr fremdwar. Im Tone des ersten Vorwurfs that er darum die Fragen:Durch wessen Schuld geschah es, daß dieser verschmitzteHalbitaliäuer und Halbastate Bohemund bei der Audienz zu-gegen war? Gewiß wenn einer im Kreuzheer fähig war, die-sen tollen Jungen und sein Weib hinter den Vorhang derFeierlichkeit, durch welche wir auf beide wirken wollten, sehenzu lassen, so war es dieser Fürst von Antiochien, wie er sichnennt."

Wenn ich antworten darf und leben," sagte Agelastes,der alte Michael Cantacuzene war schuld, welcher glaubte,daß die Gegenwart Bohemunds sehr gewünscht werde; aberer kehrt noch diesen Abend ins Lager zurück."