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7 (1851) Guy Mannering
Entstehung
Seite
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einige alte Säcke, die in der Nähe lagen, darüber. Begierig,zu beobachten, was Vorgehen würde, richtete es Brown mög-lichst leise so ein, daß er unter seinem Versteck hervorguckcnkonnte, und so erwartete er klopfenden Herzens den Ausgangdieses seltsamen und unerfreulichen Abenteuers. Die alteZigeunerin beschäftigte sich indessen mit dem Leichnam, rückteseine Glieder zurecht und legte die Arme gerade an seinerSeite.Dies macht sich am besten," murmelte sie,eh' ersteif ist." Auf des Tobten Brust setzte sie einen mit Salz be-streuten Teller, setzte ein Licht zu Häupten und ein andereszu Füßen des Todten nieder, und zündete beide an. Daraufbegann sie ihren Gesang' wieder und erwartete jene, derenStimmen man von draußen gehört hatte.

Brown war Soldat und hatte seinen Muth als solcherbewährt; aber er war auch ein Mensch, und in diesem Augen-blicke ward sein Muth so vollständig von seiner Furcht über-wältigt, daß ihm der kalte Schweiß aus allen Poren brach.Der Gedanke, aus seinem elenden Versteck durch Bösewichterhervorgezogen zu werden, deren Handwerk nächtlicher Mordwar, ohne Waffen, oder die geringsten Bertheidigungsmittelzu haben, außer Bitten, die sie nur verhöhnen würden, oderHilferuf, welcher kein Ohr als ihr eigenes erreichen würdedann der Gedanke, daß seine Sicherheit von dem zweideutigenMitleid einer Gehilfin dieser Schelme abhänge, deren täglicheBeschäftigung mit Raub und Betrug sie auch gegen jedesmenschliche Gefühl verhärtet Haben mußte all diese bitternEmpfindungen lasteten schwer auf ihm. Er bemühte sich, inihrem verwitterten und finstern Gesicht, während der Lampen-schein auf ihre Züge fiel, etwas zu lesen, was ihm jenes mit-leidige Gefühl versprechen könnte, welches Frauen, selbst imZustande der größten Ausartung, selten ganz verläugnen