Druckschrift 
7 (1851) Guy Mannering
Entstehung
Seite
61
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So sagend erhob sie die Lampe und ließ ihr Licht auf densterbenden Mann fallen, dessen rohe und harte Züge jetzt vomletzten Todeskrampfe verzerrt wurden. Ein leinenes, um seinHaupt gewundenes Tuch war mit Blut befleckt, welches eben-falls das Betttuch und Stroh besudelt hatte. Es war keinenatürliche Krankheit, an welcher der Unglückliche litt. Brownschauderte vor diesem schrecklichen Anblick zurück und rief, ge-gen die Zigeunerin gewendet:Unglückliches Weib, wer hatdies gethan?"

Die dazu befugt waren," antwortete Meg Merrilies,während sie mit sorgsamem und scharfem Blicke die Züge dessterbenden Mannes beobachtete.Er hat einen schwerenKampf gehabt aber nun ist's vorbei ich wußte, daß esvorüber sein würde, sobald Ihr eintratet. Das war derTodesseufzer er ist todt"

Ein Geräusch hörte man in der Ferne, wie von Stimmen.Sie kommen." sagte sie zu Brown;Ihr seid ein verlornerMann und hättet Ihr so viele Leben, als Haare." Brownschaute sich eifrig nach einer Vertheidigungswaffe um: dochwar keine zu sehen. Er eilte daher nach der Thür, in derAbsicht, sich unter den Bäumen zu verbergen und sich durchFlucht von dem Orte zu retten, den er für eine Mörderhöhlehielt; aber Merrilies hielt ihn mit männlicher Kraft zurück.Bleibt hier," sagte sic, seid still, und Ihr werdet sicher sein mischt Euch in nichts, was auch vorgeht, und es soll Euchnichts geschehen."

Brown gedachte in dieser verzweifelten Lage des früher»Nathes dieser Frau, und konnte nur Sicherheit hoffen, indemer ihr gehorchte. Sie ließ ihn unter einen Haufen Strohkriechen, an der entgegengesetzten Seite des Gemaches, demLeichnam gegenüber, deckte ihn sorgfältig zu und warf noch