57
terschciden, obwohl die Weiße des Schnees einiges Licht gewährte,um die Forschung zu unterstützen. Indem er seinen Weg soviel alsmöglich durch die lichternStellen desHolzes wählte,schritt erfaßeine halbe Stunde vorwärts, ohne das Licht, oder irgend etwaseiner menschlichen Wohnung Aehnliches zu erblicken. Noch immerhielt er es indeß für's Beste, in dieser Richtung zu beharren. Sicher-lich war es ein Lichtin derHütte eines Waldwächters gewesen, dennes schien zu fest aufder gleichen Stelle, als daß cs ein Irrlicht hättesein können. Der Boden ward endlich uneben, senkte sich jäh,und obwohl Brown bemerkte, daß er sich noch auf demjenigenfortbewegtc, was zum wenigsten einmal ein Pfad gewesen war,so war derselbe doch jetzt sehr ungleich , und da der Schnee dieLöcher und Unebenheiten verbarg, so kam der Reisende einigeMal zu Falle. Er fing jetzt an, auf die Rückkehr zu denken, zu-mal da der Schnee, den seine Ungeduld bisher nicht beachtethatte, immer dichter und dichter fiel.
Um jedoch noch eine letzte Anstrengung zu machen, ging ernoch eine kleine Strecke vorwärts, und plötzlich sah er, zu seinemgroßen Vergnügen, das Licht in geringer Entfernung schimmern,und zwar dem Anschein nach, auf gleicher Hohe mit ihm. Baldfand er, daß das letztere Täuschung war, denn der Boden senktestch so schnellabwärts, daß wohl eine tiefe Schlucht oder irgend einGraben zwischen ihm und dem Gegenstände seines Forschens sein, mußte. Indem er alle Vorficht anwandte, um sicher aufzutreten,stieg er immerweiterhinab, bis er den Grund eines sehr steilen undengenThales erreichte,durch welches sich ein kleines Bächlein wand,defsenLaufjetzt vom Schnee fast ganz verborgen war- Erfand sichnun mitten unter Ruinen verfallener Hütten, deren schwarze Gie-bel, noch unterscheidbarer gemacht durch.den Kontrast mit der wei-ßen Schneefläche, von welcher sie sich erhoben, noch da standen. DieSeitenwände waren im Laufe der Zeit längst gefallen und legten