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Arbeiten des Tischlers. Thüren.
gesetzt sind, und an den Seiten, an welchen die Thür angehangen werden soll, den Falzbilden. Bei starken Mauern erhält ein solches Futter ähnliche Füllungen und Abgründungen,wie die Thür selbst.
§- 7 .
Verkleidungen.
Um das Thürgcrüst und das Futter gänzlich zu verstecken, wird eine ch 5 bis 6 Zollbreite Verkleidung angebracht, welche auf beiden Seiten und oben, herumlausend, angcnagcltwird, und gewöhnlich architravirt, d. h. mit einigen wenig ausladenden Gliedern versehen,ist; sie endigt unten meistcntheils mit einem glatten Sockel, welcher das Fußgcsiell der Ein-fassung verstellt. ^
§. 8 .
Schwellbrett.
Damit keine zu hohe Schwelle entsteht, wird das untere Stück des Thürgcrüstes so weitin die Balken versenkt, daß die obere Seite dieses Stücks sich mit dem Fußboden vergleicht, so daßdas eingenagelte Schwellbrett den untern Anschlag der Thür bildet. In Prunkzimmcrn pflegtman solches wegzulassen, um einen bcquemern und ungehinderten Durchgang zu haben.
§. 9 .
Hausthüren und Thorwcgc.
Die Hausthüren, welche entweder einflügelig, mchrentheils aber zweiflügelig sind,weichen in ihrer Construction von den vorbeschriebcncn Arbeiten der Thüren nur darin ab,daß sie weder ein Futter, noch eine Verkleidung, auch gewöhnlich kein hölzernes Thürgcrüsterhalten, sondern in cingcmaucrten Haken hängen, und gegen einen in der Mauer angebrachtenFalz oder gegen ein steinernes Gewand schlagen. Die Zusammcnfügung derselben ist meisten-theils mit dem Kehlstoß in der Nulh; jedoch pflegt man die Füllungen, um sie stärker anfer-tigen zu können, nur an der äußern Seite gegen das Rahmsiück zu vertiefen, an der innernaber vorspringen zu lassen oder zu überschieben; geschieht dies nicht, so müssen die Rahmstückesehr stark genommen werden.
Eben dies gilt auch von den Thorwegen, in welchen öfters Pforten oder Thürenangebracht werden.
Die äußere Seite der Hausthüren wird auf mancherlei Art verziert; zweckmäßig sindRosetten, in einer kleinern Mittlern Füllung angebracht. Oesters erhalten solche 4, 6 undmehrere vertiefte Füllungen übereinander, die durch einige Glieder, Abgründungen, Leisichen re.verziert, dem Ganzen ein besseres Ansehen geben.
Gemeiniglich werden diese Thüren oben mit einem sogenannten LatteiHolze versehen,über welchem ein Fensterrahm zur Erleuchtung angebracht ist. Unten wird eine Schwelle vonHolz, Sandstein oder Granit gelegt, an welche die Thüren nur stumpf, oder so wie indem Latteiholze, mittelst eines Falzes, einschlagen; in beiden werden sie durch Schubriegelbefestigt.