Einleitung.
bu dm Arbeiten des Tischlers gehören zunächst alle Gegenstände, welche die Be-deckung und das Verschließen der Ocffnungen im Aeußern und Innern einesGebäudes erfodern, als: Thorwege, Thüren, Fenster u. s. w., dann aber auchmanche andere Gegenstände, sobald die Zusammensetzung derselben mittelst Fugen,Nuten, Falzen, Zapfen und des Leims geschichet, auch mit dergleichen Verzierungen,als Kehlungen, Kehlstößen u. a. bearbeitet sind. Diesen Arbeiten folgen dann diezum Bewohnen eines Gebäudes nöthigen Mobilien und Utensilien.
Die Bauarbeiten, welche in dieser Abtheilung abgehandelt sind, lassensich in bewegliche und unbewegliche cintheilen. Au den crsteren rechnet mandie Thüren, Fenster, Läden re.; unter den anderen versteht man Verschlage undFußböden, die verschiedenartigen Bekleidungen der Thüren, Fenster, der Wände,Säulen, die Gesimse n. dergl., da diese Bauarbeiten unbeweglich an Ort und Stellebleiben. Au letzteren gehören auch die Fournirungen, oder die Belegung der Hölzermit ganz dünnen Brettern von verschiedener Farbe, welche durch die darauf gesetztePolitur zugleich als Verzierungen in Sälen und Zimmern dienen.
Die Tischlerarbeiten gehören zu den schwierigsten, wenn man erwägt: baßWuchs, Reife, Dichtigkeit, Härte, Biegsamkeit, Federkraft und Spaltbar-keit der Hölzer einen wesentlichen Einfluß auf die Dauer und Festigkeit der