3
Emthci'lliirg und Zusammensetzung.
Innerhalb der Füllungen befinden sich öfters erhobene Tafeln, öfters auch Vertie-fungen oder Abgründungen. Diejenigen Thüren, welche auf beiden Seiten rechtssind, werden entweder 1) ordinair, oder 2) mit aufgeleimtcn Leisten, oder 3) mitKehlsioß in der Nuth zusammengesetzt.
Die erstere dieser Zufammenfügnngen erfodcrt das obere, das mittlere, das untere unddie aufrecht gehenden Nahmstücke lind die Füllungen, welche letztere mittelst Federn in denRahmstückcn stehen; die Füllungen müssen einen Spielraum von ^ Zoll in der Nuth der Seitenund aufrecht gehenden Rahmstücke behalten, weil sie selbige sonst beim Quitten auseinandertreiben würden. Bei großen Thüren ist diese Zusammensetzung nicht hinreichend, sondern sieerhalten doppelte Zapfen.
Die zweite Zusammcnfügung, wo die Füllungen mit aufgeleimten Leisten eingefaßt werden,unterscheidet sich von der erstem dadurch, daß statt der Kchlstöße, die gleich an die Rahmstückegestoßen werden, besondere Leisten angefertigt und um die Kehlstöße gekröpft, angelcimt unddaran mit hölzernen Nägeln befestigt werden.
Bei der dritten Zusammcnfügung, die man bei besseren Thüren verlangt, oder wodie Kehlstöße starker vorfpringen sollen, bringt man, um das Rahmstück dieserhalb nicht zusehr verstärken zu dürfen, zwischen demselben und ^en Füllungen noch ein besonderes StückHolz an, welches mit einer Feder in das ausgcfalzte Rahmstück cingrcift und dasselbe nochzu beiden Seiten umfaßt. An diesem Holze werden nun die Kchlstöße gearbeitet und indasselbe die Füllungen eingelassen. Man nennt dies die Zusammenfügung mit dem Kehl-stoß in der Nuth. Fehlerhaft ist cs, wenn, um Arbeit zu ersparen, die Kchlstöße nichtauf diese Art, sondern an aufgeleimtcn Leisten angebracht werden, die man außerdemnoch init hölzernen Nägeln öfters zu befestigen pflegt. Sehr häufig wird man daher von denTischlern hintergangcn, da nach der Zusammcnfügung der Thüren cs nicht leicht zu erkennenist, ob die Kchlstöße an aufgeleimten Leisten, oder an einem besonderen Stück Holz ange-fertigt sind.
§. 5 .
Kreuzthüreri.
Wenn einfache Thüren von mittlerer Größe durch ein Mittelstück in vier Felder oderFüllungen getheilt werden, so erhalten solche den Namen von Kreuzthüren. Das horizontaleQucrstück ist in diesem Falle durchgehend, das senkrecht angebrachte aber getheilt und in daserstere eingelassen.
Anmerkung. Zweiflügelige Stubenthürcn sind eben so construirt, wie die Krenzthüren, nur erhaltensie sogenannte Schlagelcisren ;u beiden Seiten, um die Fuge, wo die Thüren zusamnienschlagm, zu bedecken.Oesters werden, anstatt der Schlagelcisren, die Flügclrahmstücke abgefalzt und zugleich abgekehlr, welche Me-thode aber nicht zu empfehlen ist.
§. 6 .
Futter.
Um den Anschlag der Thür zu erhalten, wird, bei geringen Gebäuden, in dem Thür-gcrüst ein Falz ausgearbcitet, bei besseren aber ein Futter eingesetzt von Brettern, welche aufden Enden mit sogenannten Zinken, die keilförmig zugcfchnittcne Zapfen bilden, zusammen-
f 1