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Bd 1 - 4 1 - 18 (1826)
Entstehung
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Allgemeines über die Preise.

2. Preise.

§. io.

1) Allgemeine Bemerkungen über Ermittelung der Preise.

In der Regel liefern die Tischler zu ihren Arbeiten die Hölzer, Nagel, und was zurVerbindung derselben gehört. Der Holzwerth macht daher einen sehr bedeutenden Thcil vonden Preisen der Tischlerarbeiten aus, und ist nach den Gegenden verschieden; deshalb mußda, wo die Ausführung geschieht, sowol der übliche Holzpreis, als die zu jeder einzelnenArbeit ersodcrliche Quantität des Holzes ermittelt werden. Zu den Bauarbciten an Thürenund Fenstern wird in hiesiger Gegend das kienene und eichene Hol; angewendet. DieFehler, welche sich an diesen Holzarten finden, und die bei guten Tischlerarbeiten nicht gestattetwerden dürfen, so wie andere zu berücksichtigende Umstände, sind:

1) Der Splint, als der letzte Wuchs des Baumes, welcher sich in einer mehr oderweniger beträchtlichen Dicke zwischen der Rinde und dem guten Holz findet. Er ist sehr leichtzu unterscheiden, weil er nicht nur zarter ist als das übrige Holz, sondern auch eine andere Farbehat, welche in das Nöthliche fällt, wenn das Holz noch grün ist, und weiß wird, wenn derSplint trocknet; ist er völlig trocken, so zeigt er sich oft mit Wurmstichen übcrsäet.

2) Die Schwarten, oder die Fehler, welche von dem Behauen Herkommen, wenn vondem Holze nur die äußere Rinde, und nicht zugleich der äußere weiche Theil weggenommcnist, so daß der feste Thcil nur übrig bleibt; sie verursachen beim Abhobcln einen großen Ver-lust an Hol; und eine mangelhafte Arbeit.

3) Die Knoten oder Ae sie, welche bei ihrem Durchgang durch den Rumpf des Baumesnicht bloß seine Fasern verrücken und trennen, sondern auch die Bretter durchstoßen, wenn siegesagt werden, und Risse verursachen. Das harte und krumme Holz ist diesem Fehler amhäufigsten unterworfen; viele Tannen und Kienen sind voll von diesen Acsten, welche oft vonselbst hcransfallen, wenn das Hol; ganz trocken wird.

4) Die Knorren oder Holzadern, welche bald roth, bald weiß sind, leicht in Fäulnißübergehen und daher ausgeschnitten werden müssen.

5) Die Eisklüfte oder Spalten, welche durch starke Fröste veranlaßt werden.

6) Das Gewirr, oder Fehler der Verbindung, welche sich zwischen dem Wuchsdes Saftes von einem Jahr und dem Wuchs des vorhergehenden finden, so daß das Hol;sich von selbst trennt.

7) Das rothe Holz, welches ganz oder theilwcise mit rothcn Flecken bedeckt ist. DieseFlecken, der Anfang von Fäulniß, bezeichnen einen Baum, in welchem die Säfte zu stockenansangcn, dessen Holz sich erhitzt, von Würmern leicht angegriffen wird, und fault.

b) Hölzer, deren Fasern durch ihre Dicke quer hindurchgchen, und daher mit ihrerOberfläche nicht gleichlaufend sind und dem Holze die Stärke benehmen, sind ain wenigstenzu Verzapfungen brauchbar, wozu nur Hölzer mit geraden Fasern anzuwenden sind. Holz,in welchem die Fasern gerade gehen, nennt man gcradeschäliges, solches, in welchem siekrumm oder schief laufen, windschäliges Holz, so wie die im letzter» Fall daraus getrenn-ten Bretter, übcrspännige Bretter.