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Bd 1 - 4 1 - 18 (1826)
Entstehung
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Die Arbeiten des Tischlers.

Thüren und Thorwegc.

1. Einth.eilung und Zusammensetzung.

§. i.

Gespundete Thüren mit aufgenagclten Leisten.

^§ic sind die einfachsten, weil die Bretter gespundet, in Zwingen gut zusammengetrieben,nicht verleimt, sondern durch Leisten, quer über die Bretter mit flach geschmiedeten Brettnägclnangeschlagen, gehalten werden. Bei den einflügeligen Thüren kommcn oben und unten zweiLeisten; bei den Scheunen oder anderen zweiflügeligen Thüren aber werden außer diesen Quer-leisten in der Mitte der Thür noch zwei Leisten, wovon die eine über den andern Thorflügclwegreicht und der Thürschwengel oder die Sch läge leiste heißt, angebracht; auch müssensolche mit gegen die Mitte gerichteten Strebeleisten und Vcrsatzungcn in die Querleisten ver-sehen werden, theils die Bretter besser zusammenzuhalten, theils die Thüren vor dem Sinkenin der Mitte zu bewahren.

Cämmtliche Leisten müssen an der innern Seite der Thür angebracht werden, da dieBefestigung derselben auf der äußern Seite nachtheilig ist, indem die zwischen den Leisten undden Brettern dann leichter cindringcnde Nässe eine baldige Fäulniß veranlaßt.

Wenn dergleichen Thorwcge keine eiserne Haken und Bänder erhalten, so wird andem an der Wand stehenden Theil der Thorflügel ein Pfosten angebracht, an welchem untenein Zapfen ausgearbcitet ist, der sich in einer hölzernen Pfanne bewegt; oben aber wird dieM diesem Stiel zapfenförmig ausgcarbeitcte Rundung von einem eisernen Halsbande gehalten,statt dessen man sich auch auf dem Lande eines aus Hol; geschnittenen oder aus jungen ge-schmeidigen Baumzwcigcn gedrehten Bügels bedient.

Diese Thüren und Thorwege schlagen entweder stumpf gegen die Ränder oder Wändeder Ocffnungcn, oder in eine dazu angebrachte Vertiefung oder Falz. Dieser Falz kannentweder in der Mauer selbst, bei hölzernen Gebäuden aber in den Ständern und Riegeln derThür, oder in einem in die Thüröffnung eingesetzten Futter von Brettern, angebracht werden.

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