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14 (1853)
Entstehung
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Sv gelangte sie nach Scdrnn, dem Hauptvrt des wilden Hoch-thals, welches mit seinen Viehweiden, Flachsfeldern nnd kleinenHaber- und Gemüse-Acckern nvch fünftehalb tausend Fuß überdem Mittelmeer erhaben liegt.

Hier befand sich, als äußerster Posten auf dem Gebirg, einfranzösischer Offizier mit einer kleinen Abtheilnng seiner Kompagnie.Die letztere lag, zwei Stunden davon entfernt, in Discntis. Ersaß sorglos mit den Seinen am Mittagsmahl, als plötzlich dasHaus umringt nnd er von der bewaffneten Menge aufgcfordcrtward, sich gefangen zu geben. Widerstand ward unmöglich undnicht versucht. Die übermannten Krieger gaben ihre Waffen abund wurden gegen Disentis mitgcführt, wohin der lärmende Zugging. Ihres Lebens ward geschont, indem man noch glücklich ge-nug die Mvrdlust einzelner Männer von Rneras abwehrte, eineseinsamen Dörfleins in der hohe» Wilde des GebirgS.

Als Nachmittags der Zug des Landsturms Disentis erreichthatte, stand hier der französische Hauptmann schlagfertig. DieUnterhandlungen dauerten nicht lange. Einige Flintenschüsse nnddas furchtbare Gebrüll der Volkshaufen unterbrachen die Redender Anführer. Bo» beiden Seite» wurden im Kampfe mehrere ge-tödtct und verwundet. Unter dem Geheul der Sturmglocke» sam-melte sich von allen Bergen her des Volks immer mehr, bis diekleine französische Schaar, beim Anblick des unvermeidlichen Un-tergangs, allem Widerstand entsagte. Sie ward gefangen, ent-waffnet und über Nacht im Nathhans bewacht.

Andern Morgens sollten die wehrlosen Kriegsleute weiter ge-führt werden, in der Richtung des Landsturms gegen Chur. Kaumaber waren sie ans dem Rathhause hervorgctretcn auf den freienPlatz, erhob sich ein wildes Geschrei. Man wollte von keinemgegebenen Ehrenwort mehr und von keiner Schonung des Lebenshören. Die wilden, blutdürstigen Nachbarn des Lukmanier, bäum-