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Protestantismus und Katholicismus aus dem Standpuncte der Politik betrachtet : Nebst einem Sendschreiben des Verfassers an Herrn Abt Maximilian Prechtl
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eine Zuschrift beschwerlich fallen will, ein freundlichesGesicht abzugewinnen. Fast bereue ich schon diese Ant-wort; denn sicher haben die meisten'Leser Ihrer Be-leuchtung das, was ich sagen konnte, sich selbst gesagt,und es hätte daher dieser Erwiederung vielleicht garnicht bedurft. Mit einer Erwiederung aus die vielleichtvon Ihnen zu erwartende Erwiederung aber will ichgewiß weder Ihnen lästig werden, noch das Publi-cum heimsuchen.

Und so bliebe mir denn nichts weiter übrig, alsIhnen auf immer Lebewohl zu sagen, wenn nicht,indem ich die Feder aus der Hand legen will, der fin-stere Geist, der in Ihrer Schrift wehet, noch einmalan mir vorüberginge und mich zu sehr ernsten Betrach-tungen führete. In der That, alles, was den schrof-festen Gegensah zwischen Katholiciömuö und Protestan-tismus bildet, trägen Sie in Ihrer Seele, denWahn von einer allein seligmachenden Kirche, die Mei-nung von der göttlichen Einsehung der Hierarchie unddes Poncificateö, die Vorstellung von der Unveränder-lichkeit eines über alle Prüfung erhabenen Lehrbegriffeö,und zu allem, was nur die Protestanten besorgt machenkann, rachen Sie, zu der Herstellung des Klosterwe-ftnS, zu der Wiedereinführung der Jesuiten, zu derBestrafung der Häresie durch den Arm der weltlichenMacht, und zu einer Union, welche nichts Anderes alsder Untergang der protestantischen Kirche seyn würde.Wäre dieser finstere Geist über Ihre ganze Kircheauögebreitet, dann müßte der verderblichste Partheyhaßin Deutschland erwachen, und Scenen würden sich dannim neunzehnten Jahrhunderte erneuern, von denen dasachtzehnte nichts mehr sich träumen ließ.