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Protestantismus und Katholicismus aus dem Standpuncte der Politik betrachtet : Nebst einem Sendschreiben des Verfassers an Herrn Abt Maximilian Prechtl
Entstehung
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^Oorüber sind die Zeiten, wo die Politik um dmGegensatz desKatholicismuS und des Protestantismus sichbewegte, wo Philipp II. von Spanien an der Spitzeder katholischen, Elisabeth von England an derSpitze der protestantischen Hälfte des gespaltenen Eu-ropa standen, wo der Confessionöunteeschied auf denGang eines dreyßigjährigen Krieges einwirkte und dieDiplomaten leitete, weiche den Westphälischen Friedensch losten. Nachdem mit diesem Kriege der ReligionS-hasi den höchsten Grad er^M, aber auch durch js ngleichsam sich entladen u"d abgekühlt hatte, ward dieStimmung beider .Partheyen milder, die Namen desKetzers und des Papisten wurden seltener gehört, undallmählig änderen sich die Ansichten wie die Verhält-niste also >"'/ daß der Confessionsunterschied seinefrühere Wichtigkeit für die Staaten, hinsichtlich ihrerStell ag zu andern Staaten, fast gänzlich verlor. An-tz.e Interessen leiteten nunmehr die Cabinette; höch-stens bey Vermählungen, aber nicht mehr bey Bünd-nissen, Kriegen und Friedensschlüssen ward nach derEonsession der Höfe und der Völker gefragt. Katho-lische Fürsten haben mit protestantischen, protestantischemit katholischen, wie es ihr Interesse zu fordern schien,unbedenklich und ohne dadurch ihren Unterthanen an-stößig zu werden, sich verbunden; katholische Länder,z. B. Belgien und die Rheinprovinzen, sind an pro-testantische, und protestantische, z. B. Anspach undBayreuth, sind an katholische Fürsten überwiesen wor«