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Protestantismus und Katholicismus aus dem Standpuncte der Politik betrachtet : Nebst einem Sendschreiben des Verfassers an Herrn Abt Maximilian Prechtl
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Zum Glücke der Welt aber sichet Ihre Kirchein dieser Zeit höher als Sie, auch ihr hat das Lichtnicht umsonsi geschienen, viele ihre Mitglieder, auchviele ihrer Lehrer und Führer, beseelt der Geist christ-licher Weisheit und Liebe. Viele empfinden schmerz-lich den Druck unwürdiger Fesseln, theilen alle Fort-schritte der Wissenschaft, fördern christliche Frömmig-keit, ohne den Aberglauben zu nähren und die unduld-same Gesinnung, und erkennen, daß die wahre Kircheüberall sey, wo das Evangelium verkündigt wird.Durch solche Männer, der Gegenstand meiner Achtungund Liebe, kommt das Reich Gottes, durch sie wirddie, vielleicht entfernte vielleicht nahe, Zeit vorbereitetund herbeygeführt, wo das Evangelium von allen be-schränkenden Formen sich entbinden, und die eine (nichteinig durch ein äußeres Band und ein sichtbares Ober-haupt) christliche Kirche, gereinigt vom jeglichem Aber-glauben, ungestört von menschlichen Leidenschaften, undbefreundet aller Orten mit dem Geiste erleuchteter Völ-ker, ihren segensreichen Einfluß über die Geschlechterder Menschen üben wird.

Möchten Sie die Ansicht und Gesinnung solcherMänner, welche der Trost und der Stolz dieser Zeitsind, theilen, und zu dem Standpuncte, wo solcheHoffnung dem erleuchteten Christen begegnet, Sich er-heben können!

Mit diesem wahrhaft christlichen Wunsche scheideich von Ihnen, zwar ohne Freundschaft und Dank,aber auch ohne Feindschaft und Groll; denn in Wahr-heit, so oft ich mich sammle zu ruhigklarer Betrach-tung der menschlichen Dinge, erscheinen mir der Wahnund die Verblendung, und selbst die Leidenschaft und