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Sie ermannen Sich, ich sehe Sie, großer Ge-danken voll, aufstehen von Ihrem Sessel und höreSie, entbrannt von heiligem Eifer, sagen: „Nundenn, es sey! Hinweg mit der Furcht vor dem Zeit-geiste, es ist ja doch stur ein Geist; hinweg mit demunzeitigen Mitleiden, es ist nur die Regung schwacherSeelen! Umsonst habe ich die schönen Friedenöwortehinauögeredct in die Welt; die Eingeladenen kommennicht, sie verstopfen ihre Ohren und verhärten ihr Herz.Nöthigen wir sie also hereinzukommen. Ja, es sey.Gehet hin, bekehrende Jesuiten, ziehet aus, Dragoner,ihre Beschützer und Helfer!"
Schade nur, daß keine Dragoner sich in Bewe-gung setzen, weil die Fürsten dieser Zeit sie nur zurBekämpfung ihrer Feinde, aber nicht zur Unterdrückungihrer Untcrrhanen brauchen wollen. Schade nur, daßdi^Jesuiten, welche in dem ungläubigen Frankreichvosse Arbeit haben, noch nicht in Deutschland eingezo-gen sind. Ich habe Sie umsonst enthusiasmirt; IhrEifer ist eben so fruchtlos als Ihr Friedenöwort.Denn Ihr Leben ist nun einmal in die unglücklichenZeiten gefallen, wo die Fürsten lieber über treue undzufriedene,^ als über rechtgläubige, aber gebeugte undmurrende/'Unterthanen herrschen wollen, wo man denGrundsatz, nicht nur der Duldung, sondern der Paritätzu einem für den Deutschen Staatenbund geltendenGesetze gemacht hat, und die Stimme der Welt dieReligionsverfolgung für Frevel an der Menschheit er-klärt. Eö sind das freylich traurige Folgen der soge-nannten Aufklärung und Humanität und des Principeseiner fortschreitenden Entwickelung. Sie sind nun abereinmal da, der Zustand der Welt läßt sich nicht än-