macht, hat im neuen Europa seine Kraft und Be.deutung verloren" mit der Frage begleiten: „Was
würde der Gegner denken, wenn Jemand dictatorischin'6 Publicum hinauöschriebe: ein angesehener Uni-versitätslehrer habe in neuern Zeiten den gesunden Men-schenverstand verloren?" Welch ein köstlicher Einfall,welche treffende Vergleichung, welche feine und witzigeWendung! — Indessen würde mich doch der Frager,wenn er etwa mich meinen sollte (ich denke aber zubescheiden von mir, um sie auf mich zu beziehen),nicht in Verlegenheit setzen. Um ihn zu überzeugenvon meinen unversehreten Verstandeskräften, würde ichnichts weiter thun, als ihn lächerlich machen mit seinereinfältigen Frage, welche zu der Sache paßt wie dieFaust auf das Auge, und das Publicum möchte dannentscheiden, auf welcher Seite der VerstandeSmangelsich verrathen habe.
Sie, werthester Herr Abt, haben so nicht ge-fragt, sondern nur angenommen, daß Jemand so fra-gen könne, und würden gewiß selbst einen solchen al-bernen Frager aus dem Kreise gebildeter und gelehrterMänner verweisen. Nicht wahr? Glücklicher als durchdiese sinnreiche Erfindung konnten Sie nicht zeigen,wie weit das Ungeschick und die Plumpheit im gelehr-ten Streite gehen könne.
Nicht so witzig wie diese Erfindung ist die Pa-radoxe , mit welcher S i e den Streit über meine Be-hauptung eröffnen, daß die protestantische Kirche indieser Zeit den Staatözweck glücklicher als die katho-lische fördere, indem Sie sagen, daß in unfern Ta-gen eigentlich gar keine protestantische Kirche existireund hieraus mit gewohntem Scharfsinne die Folgerung