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Protestantismus und Katholicismus aus dem Standpuncte der Politik betrachtet : Nebst einem Sendschreiben des Verfassers an Herrn Abt Maximilian Prechtl
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selbst, mithin auf gesetzlichem Wege emgcführt worden sey?Warum thaten Sie nicht die Unvereinbarkeit des vomProtestantismus ausgehenden Geistes mit dem Gehor-same gegen rechtmäßige Obrigkeit und mit der Ach-tung gesetzlicher Ordnung dar? Fanden Sie viel-leicht, daß es eine mißliche Sache sey, den klarenZeugnissen der Erfahrung und der Geschichte zu wi-dersprechen ?

Eben so wenig sind Sie in meine Prüfungder Lobpreisung des Katholirismus tiefer eingcgangen,durch welche ich darzuthun versuchte, daß, da dasVerjährungSprincip der katholischen Kirche, ihr Prie-sterthum und ihre Hierarchie im neuen Europa seineKraft und Bedeutung verloren habe, der Katholicis-muö, was er wirke, als Christeuthum, nicht aberals KatholiciömuS wirke, und mithin vor dem dieserGrundsätze und Institute entbehrenden Protestantismuskeinen Vorzug behaupte. Denn anstatt darzuthun,(was freylich ein schwieriges Unternehmen gewesen seynwürde), daß der KathoiiciömuS durch die genanntenGrundsätze und Institute auch in der heutigen WeltGroßes wirke, und daß sie ihren Ansichten und Be-dürfnissen entsprächen, versuchen Sie nur, theilö siezu rechtfertigen durch längst verbrauch;; Gründe,theils mit dem schon erprobten Scharfsinne Conse-quenzen zu ziehen, um mich und den Protestantismusverdächtig zu machen. Daher habe ich Ihnen hiernur das, was in meiner Schrift selbst schon gesagtworden ist, zu crwiedern, und es bleibt mir nichtsübrig, als Ihnen zu der herrlich gelungenen Stelle(S. 52 .) Glück zu wünschen, wo Sie meine Be-hauptung, was den Kacholiciömuö zum Katholizismus