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Protestantismus und Katholicismus aus dem Standpuncte der Politik betrachtet : Nebst einem Sendschreiben des Verfassers an Herrn Abt Maximilian Prechtl
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des herrschenden Unglaubens Maust und auch sie wiedermehr zu wirken beginnt: Rom aber und die Hierarchierufen mit dem Glauben auch den Aberglauben in dieWelt zurück und treten, die alten Ansprüche erneuernd,andern christlichen Kirchen feindselig entgegen; das machtmich besorgt und fordert zur Gegenwehr mich aus.Warum sollte diese Besorgniß jene Gesinnung, oderjene Gesinnung diese Besorgniß ausschließen? Nur der,in dessen Kopfe die Begriffe: Papstthum, Hierarchie,Katholiciömuö und Christenthum in eine Masse alsozusammengefloffen sind, daß er den einen nicht mehrvon dem andern zu trennen weiß, kann hierin etwasWidersprechendes finden.

Eine aufrichtige Achtung gegen die katholische Kir-che als eine christliche Kirche ist 'mit dem lebhaftestenWiderwillen gegen das Papstthum und die Hierarchierecht wohl vereinbar, und ohne die katholische Kirchezu verläumven, kann man die Sache des Protestantis-mus gegen seine Ankläger führen und die Vorzüge des-selben vor andern Glaubensformen preisen.

Darin aber haben Sie allerdings Recht, daßSie mich für keincn Freund Rom'S halten, und gernwill ich Ihnen gestehen, daß ich die Zeit herbeywün-sche, wo der Römische Bischof wieder seyn wird, waser ursprünglich war, nämlich der Bischof von Rom.Wenn Sie aber im Stande sind, in eine fremde Ansichtund Stellung sich zu versetzen, so müssen Sie die Ab-neigung, welche wir Protestanten gegen Rom hegen,sehr erklärbar finden. Uns ist ja der Papst nicht ChristiStatthalter auf Erden, sondern ein Usurpator, welcherfortfährt, seine angemaaßte Gewalt über einen großenTheil unserer christlichen Brüder auszuüben, und ob wir