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fangen. Nein, ich bin nicht so unbekannt in IhrerKirche, daß ich nicht wissen sollte, wie sehr viele Ka-tholiken, fern von Unduldsamkeit und Verfolgungsgeist,der neben ihr stehenden protestantischen Kirche ihre unver-sehrete Existenz von Herzen gönnen, jede Maaßregel derBeschränkung und Unterdrückung mißbilligen und überden Untergang des Protestantismus als über den An-fang einer neuen Weltverstnsterung trauern würden.Weiß ich doch, daß es dergleichen Katholiken in Ih-rem Vaterlande namentlich, in allen Ordnungen derGesellschaft, nicht wenige giebt; ist mir doch nicht un-bekannt geblieben, daß die die Sicherstellung der evan-gelischen Kirche bezweckenden Anträge der letzten Stände-versammlung Ihres Vaterlandes von Katholiken ebensowohl als von Protestanten unterstützt wurden.
Nein, gegen die Katholiken habe ich nicht geschrie-ben; es ist keine leere Redensart, sondern der Ausdruckmeiner wahren Gesinnung, wenn ich sage: „ich müßtekein Christ seyn, wenn ich mich nicht freuen wollte, daßdie katholische Kirche, nachdem sie lange genug voneiner glaubenslosen Zeit zu Boden getreten und in ihrerWirksamkeit gehemmt worden ist, sich erhebt und wiedereinen großem Einfluß auf die Gemüther erhält" undes findet zwischen dieser Gesinnung auf der einen undden Besorgnissen vor schädlichen Einflüssen Rom'S undder Hierarchie auf der andern Seite keineswegs, wieSie mir (S. 97 — 98 .) vorwerfen, ein WiderspruchStatt. Auch die katholische Kirche ist eine christlicheKirche, welche das Evangelium fortpflanzt und die Grund-sätze und kehren, in denen die religiöse Weltansicht unddie sittliche Gesinnung ihre Stützpunkte findet, festhältund geltend macht; darum freue ich mich, daß die Zeit