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Protestantismus und Katholicismus aus dem Standpuncte der Politik betrachtet : Nebst einem Sendschreiben des Verfassers an Herrn Abt Maximilian Prechtl
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stehen will, und ihr einen Glauben anstnnt, welcherwohl die abergläubigen und rohen Völker des Mittel-alters befriedigen konnte, aber dem durch die Wissen-schaft erleuchteten Europa nicht mehr geboten werdendarf; traurig ist's, daß Rom fortfährt, unzähligeChristen in allen katholischen Ländern, auch in denen,wo man sich der äußern Religiousäbung nicht zu ent-ziehen pflegt, auf die Seite des Unglaubens hinüber-zutreiben.

Eine dritte S. 362. befindliche Stelle führe ichan, weil sie die Politik verräth, mit welcher das klugeRom seine Sache an das Interesse des DeutschenAdels zu knüpfen und von den äußern Verhältnissender Bischöfe Vortheil zu ziehen gedenkt. Sie lautetso: „Um nun jcht von den Eigenschaften zu reden,welche man im sren Artikel der Deelaration von ei-nem Geistlichen fordert, um zum Bischöfe erwählt wer-den zu können, so wurde von Sr. Heiligkeit bemerkt,daß die Bedingung, er solle acht Jahre lang die Seel-sorge oder das Amt eines Lehrers «uSgeübt haben, dieAnzahl der wählbaren Personen zu sehr beschränkenund besonders diejenigen auöschließrn würde, welcheentweder durch ihre adeliche Geburt oderdurch die Wohlhabenheit ihrer Familievon dem einen oder dem andern Amte ent-fernt gehalten worden wären. Der heil. Va-ter kann, ohne daß Interesse der Kirche zu verrathm,sie nicht des Vortheiles berauben, welcher ihr auchvon der Eigenschaft und von den Mitteln dieser Per-sonen zugehen kann u. s. w." Wie durch die vor-geschlagene Bedingung die Zahl der Wählbaren allzu-sehr beschränkt werden solle, laßt sich gar nicht ab-